Es ist schon bemerkenswert, wenn Namen wie Volkswagen, Porsche oder Mercedes plötzlich für drastische Einschnitte beim Personal stehen – und das quer durch sämtliche Zulieferer. Diese Ankündigungen sind für die deutsche Industrie mehr als ein lauer Warnschuss. Laut Statistischem Bundesamt stürzen die Auftragseingänge im Januar weit stärker ab als zuvor angenommen; die Exporte verlieren im Monatsvergleich Milliarden. Kaum hat die Regierung eine Zahl veröffentlicht, muss sie schon nach oben korrigiert werden – so kommt Bewegung nur auf dem falschen Spielfeld.
Doch statt endlich umzudenken, geht Friedrich Merz laut Weidel unbeirrt weiter auf seinem jetzigen Wirtschaftskurs, gemacht von vielen, geerntet von wenigen. Sie wirft Merz vor, mit außenpolitischen Spannungen hausgemachte Missstände zu überdecken. Ihr Tenor: Der Niedergang der Industrie ist nicht mehr als Laune des Marktes zu erklären, sondern das direkte Resultat verfehlter Reformversprechen und explodierender Energiekosten. Für die Arbeitgeber ist klar: Die Situation ist so angespannt wie nie. Umsatz, Beschäftigung – überall nur noch rote Zahlen.
Weidel plädiert für eine radikale Kehrtwende. Ohne fundamentale Veränderungen – etwa Wiederaufnahme der Kernenergie, gesicherte Gaslieferungen und Wegfall klimapolitisch motivierter Auflagen für Wirtschaft und Mittelstand – werde sich die Lage nicht entspannen. Die regierende Politik, meint sie, handle rein ideologisch und gefährde so selbst bewährte Industriezweige. Für die AfD sei es höchste Zeit, wieder auf Wirtschaftskompetenz und Vernunft zu setzen. Ob das reicht? Darüber ließe sich diskutieren – einfach wird es nicht. Eines scheint sicher: Eine rasche Verbesserung ist mit der aktuellen Linie kaum zu erwarten.
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Die deutsche Industrie befindet sich laut aktuellen Konjunkturindikatoren tatsächlich in schwerem Fahrwasser: So fiel der Auftragseingang im Januar laut Statistischem Bundesamt um ganze 11,3 % und der Export sank um 3,7 %. Der Einbruch bei Porsche, ebenso wie andere bekanntgegebene Personalreduzierungen, stehen sinnbildlich für die zunehmenden Herausforderungen: hohe Energiepreise, mangelnde Planungssicherheit für Unternehmen und ein international angespannter Wettbewerb. Hinzu kommen politische Debatten – SPD und CDU werfen sich gegenseitig Fehlentscheidungen vor; Wirtschaftsvertreter drängen auf schnelle Reformen, warnen aber auch vor zu einfachen Antworten, wie sie die AfD offeriert. Weidel nutzt diese Zuspitzung für eine klare Opposition gegen die derzeitige Industrie- und Energiepolitik (bspw. Ausstieg aus Kernenergie), für die in Wirtschaftskreisen aber durchaus auch Skepsis herrscht.