Familienvielfalt im Wandel: ZDF-Reportage rückt Regenbogen-Realität ins Rampenlicht

Familie – klingt so simpel, ist inzwischen herrlich komplex. Ab 16. Juni 2026 gibt die ZDF-Doku 'Familie: Ziemlich bunt' intime Einblicke in Patchwork- und Regenbogen-Konstellationen. Da ist nicht nur Luft nach oben beim Gesetzgeber, sondern auch viel zu lernen über gelebte Zusammengehörigkeit, Alltags-Hürden und pures Chaos: Jasmin und Lara erwarten gemeinsam ein Kind, Oskar jongliert lässig mit fünf Elternteilen. Klingt kompliziert? Ist es auch – manchmal wunderschön, manchmal anstrengend, aber immer echt.

heute 11:09 Uhr | 4 mal gelesen

Familie – da denkt manch eine*r noch an Vater, Mutter, Kind plus Hund. Autorin Denise Jacobs nimmt uns mit auf eine Reise durch die Untiefen und Lichtblicke neu definierter Familienformen in Deutschland. Ein Jahr lang hat sie Menschen begleitet, die mit Normbrüchen leben, lieben, kämpfen und wachsen. Jasmin und Lara wollen Eltern werden, doch der Weg dahin jagt sie noch quer durchs deutsche Bürokratiedickicht. Obwohl sie zusammen alle Höhen und Tiefen der Schwangerschaft teilen, muss Jasmin erst per aufwändiger Stiefkindadoption rechtlich 'zweite Mutter' werden. Nach der Geburt entscheidet sogar das Jugendamt per Gutachten über ihre Mütterlichkeit – ein Gefühl der Willkür bleibt. Und dann Oskar: Elf Jahre, ein Patchwork wie aus dem modernen Bilderbuch. Er wechselt routiniert zwischen drei Müttern, zwei Vätern, Stiefbruder und Kicker-Tisch. Für ihn Alltag, für Außenstehende manchmal ein Rätsel. Doch als sich zwei seiner Mütter trennen, wankt das vertraute Gleichgewicht – ein emotionales Tohuwabohu, mit dem alle Familie-Neuerfinder irgendwann mal ringen. Judith, eine von Oskars Müttern, bringt es auf den Punkt: Mehr Eltern bedeuten auch mehr Bedürfnisse – und eine größere Zerbrechlichkeit im Beziehungsgeflecht. Die Doku ist barrierefrei in DGS, mit Untertiteln und Audiodeskription zu sehen. Für Pressekontakt oder Rückfragen stehen Christina Betke und Magda Huthmann bereit. Fotos, Infos und die gesamte Berichterstattung finden Sie auf den ZDF-Portalen und Social-Media-Kanälen.

Die ZDF-Reportage "Familie: Ziemlich bunt" dokumentiert anhand sehr persönlicher Geschichten die alltäglichen Schwierigkeiten wie auch die Chancen moderner, vielfach nicht-heteronormativer Familienformen. Im Mittelpunkt steht unter anderem das bestehende Adoptionsrecht, das selbst langjährigen Regenbogeneltern nach der Geburt ihres Kindes noch umfassende Nachweise ihrer elterlichen Eignung abverlangt – eine rechtliche Ungleichbehandlung, die politisch und gesellschaftlich immer stärker als überholt gilt. Gerade in letzter Zeit ist das Thema durch gezielte Reformforderungen, etwa für eine automatische Elternschaft der nicht-leiblichen Partnerin im Falle lesbischer Paare, wieder auf der Agenda verschiedener Parteien und wurde medial vielfach diskutiert. In der Praxis zeigen diese neuen Familienkonstellationen aber auch – bei allen Herausforderungen – eine beeindruckende Stabilität und Vielfalt. Zusätzlich zu diesen Herausforderungen und Debatten ist in den letzten 48 Stunden Medienberichten zufolge die Thematik 'Vielfalt der Familie' in Deutschland auch durch aktuelle Gesetzesinitiativen und gesellschaftliche Debatten, etwa rund um das geplante Selbstbestimmungsgesetz, weiter in Bewegung geraten. Zunehmend diskutieren auch Mainstream-Medien, wie Schulen, Verwaltungen und Jugendämter mit den Realitäten von Regenbogen- und Patchworkfamilien umgehen. Die Sichtbarkeit der Betroffenen – sei es in Talkshows, sozialen Netzwerken oder Reportagen wie der aktuellen aus dem ZDF – nimmt jedenfalls spürbar zu und sorgt für mehr Aufmerksamkeit sowie gesellschaftlichen Wandel.

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