Die ZDF-Reportage "Familie: Ziemlich bunt" dokumentiert anhand sehr persönlicher Geschichten die alltäglichen Schwierigkeiten wie auch die Chancen moderner, vielfach nicht-heteronormativer Familienformen. Im Mittelpunkt steht unter anderem das bestehende Adoptionsrecht, das selbst langjährigen Regenbogeneltern nach der Geburt ihres Kindes noch umfassende Nachweise ihrer elterlichen Eignung abverlangt – eine rechtliche Ungleichbehandlung, die politisch und gesellschaftlich immer stärker als überholt gilt. Gerade in letzter Zeit ist das Thema durch gezielte Reformforderungen, etwa für eine automatische Elternschaft der nicht-leiblichen Partnerin im Falle lesbischer Paare, wieder auf der Agenda verschiedener Parteien und wurde medial vielfach diskutiert. In der Praxis zeigen diese neuen Familienkonstellationen aber auch – bei allen Herausforderungen – eine beeindruckende Stabilität und Vielfalt. Zusätzlich zu diesen Herausforderungen und Debatten ist in den letzten 48 Stunden Medienberichten zufolge die Thematik 'Vielfalt der Familie' in Deutschland auch durch aktuelle Gesetzesinitiativen und gesellschaftliche Debatten, etwa rund um das geplante Selbstbestimmungsgesetz, weiter in Bewegung geraten. Zunehmend diskutieren auch Mainstream-Medien, wie Schulen, Verwaltungen und Jugendämter mit den Realitäten von Regenbogen- und Patchworkfamilien umgehen. Die Sichtbarkeit der Betroffenen – sei es in Talkshows, sozialen Netzwerken oder Reportagen wie der aktuellen aus dem ZDF – nimmt jedenfalls spürbar zu und sorgt für mehr Aufmerksamkeit sowie gesellschaftlichen Wandel.