US-Börsen drehen nach frühem Aufschwung ins Minus – KI bleibt Zünglein an der Waage

Anfangs noch stürmisch nach oben, am Ende doch wieder Ernüchterung: Die Wall Street hat ihre frühen Gewinne am Montag zum Großteil eingebüßt – der Blick richtet sich weiter gespannt auf Künstliche Intelligenz.

27.07.26 22:20 Uhr | 1 mal gelesen

Am Montag zeigte sich an den US-Aktienmärkten ein bekanntes Spiel: Zuerst herrschte Aufbruchsstimmung, dann bröckelten die Gewinne rasch dahin. Der Dow Jones kam noch mit einem Plus über die Ziellinie, schloss bei 52.210 Punkten und legte ein halbes Prozent zu. An der Nasdaq hingegen flaute der Schwung komplett ab; der Leitindex der Technologiewerte verlor schließlich 0,3 Prozent auf 28.039 Punkte. Der S&P500 hangelte sich nahezu unverändert ins Ziel - ein mageres Plus von 0,016 Prozent, das kaum Erwähnung wert ist. Verunsicherung kam vor allem aus dem KI-Sektor. Unternehmen, die besonders stark von künstlicher Intelligenz profitieren (oder das zumindest versprachen), sahen sich Gewinnmitnahmen ausgesetzt. Nach den teils schwindelerregenden Kursanstiegen der letzten Zeit fragen viele Investoren: Kann die Branche diese Erwartungen kurzfristig überhaupt erfüllen, oder steht dem Hype bald Ernüchterung gegenüber? Marktbeobachter glauben, dass alles, was jetzt im Technologiesektor passiert – Vor allem bei Halbleiteraktien – das Gesamtbild an den US-Börsen schnell kippen kann. Technische Verkäufe könnten schnell für zusätzlichen Druck sorgen, wenn die Stimmung weiter abrutscht. Abseits der Tech-Welt fiel noch auf, dass die Ölpreise spürbar nachgaben – der Brent-Preis sank deutlich auf knapp unter 88 Dollar. Das hat offenbar etwas mit ruhiger werdenden Tönen aus Washington und Teheran zu tun: US-Präsident Donald Trump sprach offen von Chancen auf Deeskalation, die Märkte quittierten das mit Erleichterung. Zudem rutschte der Euro gegenüber dem US-Dollar leicht ab und Gold legte in einem unspektakulären, aber soliden Zugewinn um 0,8 Prozent zu.

Die großen US-Aktienindizes begannen die neue Woche zwar mit Rückenwind, doch verflog die anfängliche Euphorie schnell. Besonders der Technologiesektor, und dort Unternehmen, die stark mit dem Thema Künstliche Intelligenz in Verbindung stehen, gerieten unter Druck, da Anleger sich zunehmend die Frage stellen, wie tragfähig die hohen Bewertungen eigentlich sind. Entlastung kam zeitgleich von den Energiemärkten, wo fallende Ölpreise und leichte Währungsschwankungen für ein wenig Entspannung sorgten – politisch begünstigt durch Signale der Annäherung zwischen den USA und dem Iran. Laut taz bleibt der KI-Hype an den Börsen fragil, und Anleger beobachten misstrauisch und stellen Gewinnversprechen auf den Prüfstand (Quelle: taz). DW.com betont, dass geopolitische Unsicherheiten und volatile Energiekosten die Märkte weiterhin empfindlich beeinflussen und insbesondere Technologieaktien die Trends vorgeben (Quelle: DW). Laut Spiegel stehen Halbleiterfirmen wie Nvidia im Zentrum der Aufmerksamkeit, deren Kursrückgänge nicht nur KI-getriebene Branchenerwartungen bremsen, sondern auch den gesamten Markt anstecken können (Quelle: Der Spiegel).

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