Freitagabend, ein gewohnt polarisierender Post von Trump auf Truth Social: „Gerade eben hat das US-Zentralkommando – auf meine ausdrückliche Direktive – einen der vernichtendsten Luftschläge im Nahen Osten durchgeführt.“ Er behauptet, sämtliche militärische Einrichtungen auf Charg seien eliminiert worden; er spricht von Charg als 'das Kronjuwel Irans'. Überraschend: Angeblich ließ Trump die Ölanlagen der Insel unangetastet – 'aus Anstand', so seine Worte. Allerdings schob er gleich eine Warnung hinterher: Sollte der Iran (oder irgendjemand sonst) die Schifffahrt durch die Straße von Hormus stören, werde er „diese Zurückhaltung sofort überdenken“. In altbekannter Siegespose erklärt Trump, Iran könne militärisch kaum etwas entgegensetzen. Nukleare Ambitionen Irans? 'Nicht mit uns', wetterte Trump. Militärs und Verbündete der iranischen Führung sollten die Waffen strecken, bevor alles verloren sei. Neben dieser Drohrhetorik lobte Trump gleich noch die angebliche Überlegenheit der US-Rüstung: 'Unsere Waffen sind die mächtigsten überhaupt, niemand kann uns das Wasser reichen.' Interessant am Rande: Die Insel Charg liegt etwa 30 Kilometer vor dem iranischen Festland und ist mit ihren knapp 10.000 Bewohnern für einen Großteil des iranischen Ölhandels unverzichtbar. Der symbolische und strategische Wert könnte kaum größer sein.
Mit der Ankündigung des Angriffs auf Charg demonstriert Trump einmal mehr Härte gegenüber dem Iran – offenbar versucht er bewusst zu eskalieren, um seine außenpolitische Stärke zu inszenieren. Aktuellen Medienberichten zufolge sind die Informationen von US-Seite bislang einseitig, Iran selbst bestätigte bislang weder Ausmaß noch Schaden der Angriffe. Einige Beobachter zweifeln an Trumps Darstellung, gerade mit Blick auf die prekäre Lage an der Straße von Hormus, während internationale Stimmen vor einer unkontrollierbaren Eskalation warnen. Nach aktuellen Recherchen betonen verschiedenste Portale die Unsicherheit der Situation; es gibt bislang wenig unabhängige Bestätigung über tatsächliche Zerstörungen auf Charg. Die Militarisierung und die Drohkulisse rund um die Engstelle des globalen Öltransports bleiben hochbrisant, europäische Diplomaten mahnen zur Zurückhaltung. Eine direkte iranische Reaktion blieb zum Redaktionsschluss aus, mehrere Analysten verweisen aber auf das Eskalationspotenzial, sollte das iranische Regime als allzu schwach erscheinen.