Anna-Lena von Hodenberg, Co-Geschäftsführerin von HateAid, warnt eindringlich davor, dass die EU aus Angst vor US-Gegenmaßnahmen ihre Entschlossenheit in Sachen Social-Media-Regulierung verliert. Sie steht für die Werte Europas ein und hat ihre Organisation bereits auf mögliche weitere Sanktionen vorbereitet: interne Strukturen wurden angepasst, Daten gesichert und finanzielle Abläufe umgestellt. Angesichts der Unklarheit über die Reichweite der US-Maßnahmen reicht die Verunsicherung bis ins Private – selbst familiäre Beziehungen könnten betroffen sein. Aktuell wird in deutschen und europäischen Medien verstärkt über die angespannte Lage zwischen den USA und Europa in puncto Regulierung großer Tech-Konzerne berichtet. Die Debatte rund um den Digital Services Act flammt immer wieder auf. Mehrere Stimmen fordern, dass Europa seine Souveränität nicht nur wahrt, sondern offensiv verteidigt. NEU: Laut Berichten aus den letzten 48 Stunden von taz, FAZ und Süddeutsche spitzen sich die Diskussionen um den Einfluss amerikanischer Tech-Konzerne im europäischen digitalen Raum aktuell weiter zu. Die Kritik richtet sich besonders an Einzelpersonen, deren digitale Existenz und Familien aufgrund von Sanktionen erschüttert werden – das Sanktionsregime droht, Bundesbürger mit transatlantischen Verbindungen zu isolieren und die Arbeit von NGOs zu lähmen. Dabei wächst der Wunsch nach Transparenz und Schutzregelungen für gemeinnützige Akteure inmitten politischer Machtspiele zwischen den USA und Europa.
09.03.26 00:03 Uhr