Röttgen sieht die US-Androhung einer Blockade der Straße von Hormus als verspätet, aber notwendig, da ein iranisch kontrollierter Seeweg aus seiner Sicht eine Gefahr für die globale Versorgung und insbesondere für US-Strategien darstellt. Das Hauptabnehmerland China gerät durch den drohenden Lieferstopp ebenfalls unter Zugzwang, wobei zu beobachten ist, wie diplomatische und wirtschaftliche Interessen miteinander kollidieren. In neuen Berichten verschiedener Medien wird die Situation unterschiedlich bewertet: Iran hat begonnen, seine militärische Präsenz in der Region zu verstärken; andere Staaten warnen vor einer Eskalation; und gleichzeitig steigen die Ölpreise, was in Europa und Fernost bereits für Unruhe sorgt. Zudem werden diplomatische Verhandlungen zunehmend schwieriger, da das gegenseitige Vertrauen zwischen den beteiligten Akteuren weiter erodiert. Die Straße von Hormus bleibt damit nicht nur ein neuralgischer Knotenpunkt für Öl, sondern auch für eine gefährliche Mischung aus Machtpolitik, globaler Abhängigkeit und politischem Poker.