Es gibt Fußballabende, die sich schon nach wenigen Minuten wie ein Scherbenhaufen anfühlen, zumindest für eine Seite. Genau so war es diesmal für Werder Bremen: Nach einem frühen, eiskalt verwandelten Elfmeter durch El Mala (7.), fliegt gut 15 Minuten später Friedl nach einem schweren Foul vom Platz – Bremen ab da nur noch zu zehnt. Köln nutzte den Vorteil, attackierte mit spürbarem Willen und erhöhte durch Ache nach kniffligem Nachsetzen auf 2:0 (65.).
Spannend wurde es trotzdem nochmal: Schmid verwandelte einen von Ache verursachten Elfmeter souverän (76.), Bremen drängte, Verunsicherung lag über dem Rheinenergiestadion. Doch als alle bereits am Nervenkostüm knabberten, machte Johannesson in der Nachspielzeit mit einem satten Schuss zum 3:1 den Deckel drauf. Viel Hektik, viele Verwarnungen – kurz: ein Kellerduell mit allem Zickzack. Auffällig bei Köln: Ache zeigte vorn Präsenz, kassierte aber auch einen Elfer gegen sich. Am Ende bleibt: Köln verschafft sich zarte Luft im Tabellenkeller und zieht an Bremen vorbei.
Im Kellerduell setzte sich der 1. FC Köln gegen Werder Bremen mit 3:1 durch und verschaffte sich dadurch im Abstiegskampf etwas Luft. Die frühe Führung per Elfmeter durch El Mala und eine Rote Karte für Werder spielten den „Geißböcken“ in die Karten; dennoch machten die Bremer das Spiel nach dem Anschlusstor von Schmid nochmals spannend. Nach aktuellem Stand profitieren die Kölner nicht nur tabellarisch, sondern gewinnen auch an Selbstvertrauen –, während Bremen über die Defensive und den Kader nachdenken muss, insbesondere angesichts der wachsenden Personalnot durch Sperren und Verletzungen. In den letzten Bundesligapartien wurde ersichtlich, dass sich die Abstiegszone zuspitzt und Teams wie Köln oder Mainz ein Momentum aufbauen. Ergänzende Stimmen und Analysen aus dem Netz betonen, wie psychologischer Druck, aber auch „frische Beine“ im Frühjahr den Ausschlag geben könnten. Es bleibt also spannend: Ein, zwei Ausrutscher der Konkurrenz – und alles ist wieder offen.