Fachärztinnen und Fachärzte monieren Sparmaßnahmen bei frauenspezifischer medizinischer Versorgung

Für den Verband der deutschen Fachärzt*innen ist das politische Gerede über bessere Frauengesundheit offenbar nur Schaufenster – hinter den Kulissen fallen gerade wichtige Angebote Sparplänen zum Opfer, sagt Spifa-Chef Dirk Heinrich.

heute 14:43 Uhr | 5 mal gelesen

Politik und Realität klaffen bei der Frauengesundheit auffällig auseinander – würde man den Worten der Bundesregierung glauben, könnte man meinen, Frauen kämen bald in den Genuss einer Extraportion medizinischer Aufmerksamkeit. Aber nein: Laut Dirk Heinrich, Vorstand beim Fachärzteverband Spifa, wird gerade an den entscheidenden Ecken gekürzt. Weniger Sprechzeiten, abgespeckte Präventionsmaßnahmen, beschnittene Krebsvorsorge – Dinge, die eigentlich niemand verlieren will, aber auf dem Papier schnell als Sparpotenzial herhalten müssen. Ehrlich gesagt: Was bringt es den Betroffenen, wenn im Bundestag eifrig Debatten geführt werden, die am Ende doch nur im klammen Gesundheitsbudget versickern? Heinrich fordert deshalb: Es braucht mehr Geld für frauenspezifische Vorsorge – nicht weniger. Der aktuelle Schritt mit dem Spargesetz der gesetzlichen Kassen, so wettert er, opfere das Wohl unzähliger Patientinnen auf dem Altar der Haushaltsoptimierung. Die politische Verantwortung schiebt er damit direkt ans Parlament: Da muss jetzt noch ein Riegel vorgeschoben werden.

Der deutsche Fachärzteverband kritisiert das offensichtliche Auseinanderklaffen von politischen Versprechen und tatsächlichem Regierungshandeln im Bereich der Frauengesundheit. Während sich die Bundesregierung öffentlich für eine bessere medizinische Betreuung von Frauen ausspricht, werden in der Praxis finanzielle Mittel für zentrale Vorsorge und Prävention gekürzt – etwa bei Schwangerenbetreuung und Krebsfrüherkennung. Recherchen zufolge wächst die Kritik an den Sparplänen, da sie Risikogruppen wie Frauen in sozial benachteiligten Situationen besonders treffen und für die gesamte Präventionslandschaft negative Folgen haben könnten.

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