SRH: Wachstum und Zuversicht trotz Gegenwind in Bildung und Gesundheit

Heidelberg – Die SRH Stiftung, Deutschlands größte gemeinnützige Organisation für Bildungs- und Gesundheitsdienstleistungen, hat aktuelle Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt. Mit einem Umsatzplus von mehr als sieben Prozent auf 1,55 Milliarden Euro und einem gestiegenen Jahresüberschuss zeigt sich das Unternehmen stabil. Die Zahl der Beschäftigten erreichte mit rund 17.600 einen neuen Höchststand.

heute 11:05 Uhr | 3 mal gelesen

Starke Bilanz als Motor für zukünftige Investitionen

"Das Jahr 2025 lief für uns überraschend gut, auch wenn das Klima eher rau war," fasst SRH-Vorstandschef Patrick Mombaur nüchtern zusammen. Die erzielten Gewinne fließen wie gewohnt direkt in neue Projekte und Verbesserungen, nicht in die Taschen von Aktionären – ein Luxus, den sich nicht jede Organisation leisten kann. Ein Rekordbetrag von fast 115 Millionen Euro wanderte so wieder direkt in den Ausbau des Angebots. "Ohne das tägliche Engagement unserer Leute wäre das undenkbar – und das erfüllt mich schlicht mit Stolz", betont Mombaur. Die Devise bleibt, stabil wirtschaften und dadurch weiter in neue Strukturen und Angebote investieren zu können.

Bildung im Wandel – digital, international, fit für morgen

Um Digitalisierung, KI und den spürbaren demografischen Wandel kommt niemand im Bildungsbetrieb mehr herum. Die SRH stellt sich diesen Veränderungen, manchmal auch ziemlich pragmatisch: Mehr digitale Kurse, mehr KI-Inhalte im Unterricht, neue Wege in der Qualifizierung. Selbst die Fachschulen und Einrichtungen zur beruflichen Rehabilitation, sonst oft Spielball gesellschaftlicher Debatten, behaupteten sich in diesem Jahr unerwartet stark.

Hochschulen: Schrumpfender Nachwuchs, wachsendes Ausland

Durch die sinkende Zahl deutscher Studienbewerber reagieren die SRH-Hochschulen mit attraktiveren Programmen für internationale Studierende – 2025 waren es mehr als 22.000 aus 140 Ländern. Das ist eine beachtliche Größenordnung, aber der Betrieb privater Hochschulen bleibt auch für die SRH ein wirtschaftlicher Balanceakt. Man begegnet dem mit Kreativität, Mut zu neuen Konzepten und gelegentlich auch einer Portion Optimismus.

Krankenhäuser: Im Sturm solide – während die Branche wankt

Die große Krankenhausreform? Weiterhin offen. Während bundesweit vier von fünf Kliniken Verluste schreiben, steht die SRH-Gesundheitssparte immer noch mit schwarzen Zahlen da. Das Geheimnis? Enge regionale Netzwerke, flexible Strategien und eine gesunde Portion Weitblick.

Veränderungen im Führungsteam

Im Juni 2026 kommt mit Patrick Mombaur ein neuer Vorstandsvorsitzender, zudem wird das Gremium um eine dritte Person erweitert. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Altbewährtes Ziel: Freiheit durch Bildung und Gesundheit

Nach sechzig Jahren Stiftungsgeschichte bleibt die Idee gleich: Unabhängig vom Zwang, Dividenden zu erwirtschaften, steht die SRH für den Anspruch, möglichst vielen Menschen ein besseres, selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die Basis – wirtschaftliche Unabhängigkeit – bleibt dafür zentral.

Neuer Jahresbericht erschienen

Wer tiefer einsteigen will: Der aktuelle Bericht zur Entwicklung 2024/25 ist online abrufbar: https://www.srh-jahresbericht.de/. Weitere Presseinfos und Updates gibt’s regelmäßig auf der SRH-Website.

Die Stiftung in Kürze

1966 gegründet, ist die SRH aktuell Deutschlands größter gemeinnütziger Player in Bildung und Gesundheit. Über 17.600 Mitarbeitende an rund 90 Standorten und 1,2 Millionen betreute Menschen stehen für Größe und Reichweite. Der Hauptsitz bleibt Heidelberg – ein ziemlich klassischer, aber durchaus inspirierender Ort für Aufbruch und Beständigkeit.

Pressekontakte im Anhang – falls jemand nachfragen will.

Die SRH Stiftung verzeichnete auch unter schwierigen Rahmenbedingungen ein deutliches Umsatz- und Gewinnplus im Jahr 2025 und investierte Rekordmittel in die Weiterentwicklung ihrer Angebote. Besonders im Bildungsbereich begegnet das Unternehmen den Herausforderungen von Digitalisierung, KI und Fachkräftemangel mit innovativen Konzepten und neuer Internationalität. Im Gesundheitsbereich beweist SRH, dass eine nachhaltige und regionale Aufstellung auch in Zeiten politischer Unsicherheit für Stabilität sorgen kann. Zusätzlich zeigt der deutsche Bildungs- und Gesundheitsmarkt weiterhin starke Umbrüche: Laut aktuellen Berichten werden die politischen Verzögerungen bei der Krankenhausreform von vielen Kliniken als existenzbedrohend bewertet, gleichzeitig intensivieren Hochschulen in Deutschland die Werbung um internationale Studierende, um den demografischen Wandel abzufedern. Verschärfte Sparzwänge sowie die Zunahme psychischer Belastungen im Gesundheitswesen stellen weiter große Herausforderungen dar (Quellen: taz, FAZ, Spiegel, Stand 18.06.2024). Insgesamt belegt SRH mit dem aktuellen Geschäftsbericht, dass eigenständige, gemeinnützige Modelle unternehmerisch durchaus krisenfest sein können.

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