Rundfunkbeitrag bei Umzug: Was Mieter und WGs tun (oder lassen) sollten

Köln – Ein Umzug wirbelt vieles durcheinander, nicht zuletzt die Frage: Was passiert mit meinem Rundfunkbeitrag? Wer plötzlich schultert die Zahlung? Und wie läuft das, falls Mitbewohner wechseln? Der Rundfunkbeitragsservice gibt hilfreiche Tipps, damit aus Versehen keine Beitragslücke entsteht.

heute 11:05 Uhr | 2 mal gelesen

Eine Wohnung, eine Zahlung – mehr nicht (meistens)

In Deutschland gilt grundsätzlich: Pro Wohnung muss der Rundfunkbeitrag nur einmal gezahlt werden. Die Anmeldung läuft regelmäßig auf eine bestimmte Person – die bekommt dann diese berühmte Beitragsnummer, auf die alle Zahlungen ihrer Adresse gebucht werden. Klingt simpel, aber spätestens mit Kistenpacken und Neuer Nachbarschaft sorgt das Thema oft für Verunsicherung.

Wichtig zu merken: Die Beitragsnummer ist an die Person gekoppelt, nicht an die Wände. Das heißt: Wer seine Adresse wechselt, nimmt die Nummer im Rucksack gleich mit. Einfach flott die Adressänderung an den Beitragsservice melden – schon ist alles erledigt. Neu anmelden? Nicht notwendig, solange man wie bisher zahlt, nur halt von woanders. Erst, wenn mehrere Zahler zusammenziehen oder sich die WG neu sortiert, braucht’s ein bisschen Planung.

Zusammenziehen, Ausziehen, Umdenken

Treffen mehrere Neu-Mieter oder WG-Leute, die alle bereits zahlen, aufeinander, sollte – um doppelte Zahlungen zu vermeiden – sich eine Person bereit erklären, fortan für den Beitrag aufzukommen und dies dem Beitragsservice mitteilen. Die anderen lösen dann ihre alten Konten auf, idealerweise unter Angabe der Nummer der neuen Hauptperson. Aber Achtung: Bleibt jemand zurück, während der eigentliche Beitragszahler auszieht, muss diese Person selbst aktiv werden. Nur eine eigene Anmeldung mit neuer Nummer sorgt dafür, dass das Geld nicht einfach ins digitale Nirwana verschwindet.

Fehlerquelle: Alte Nummer statt eigener Anmeldung

Häufig passiert es, dass Nachmieter oder Dagebliebene weiter unter der Beitragsnummer des Ausziehenden zahlen, weil sie glauben, das wäre ans Haus gekoppelt. Ist aber ein Trugschluss! Die laufenden Beiträge werden dann auf das Konto der inzwischen verzogenen Person gutgeschrieben, für die eigentliche Wohnung gibt’s dann aber Ärger oder Mahnungen. Offizielle Empfehlung: neues Anmeldeformular, eigene Nummer sichern – erst dann bleibt alles sauber verbucht.

Orientierungshilfe vom Beitragsservice

Der Rundfunkbeitragsservice bietet eine breite Palette an Infos zu typischen Szenarien, zum Beispiel in den sog. 'Servicethemen' auf der offiziellen Webseite. Dort wird – abseits von Behördensprech – erklärt, worauf es bei An- und Abmeldungen, beim Einzug in eine WG oder im Falle einer Trennung ankommt, inklusive praktischer Step-by-Step-Hilfen. Besonders der aktuelle Servicebeitrag zum Umzug listet die häufigsten Missverständnisse und gibt kurzweilige Anweisungen, wie’s richtig läuft.

Wer mehr Details braucht, klickt sich am besten durch rundfunkbeitrag.de.

Der Beitragsservice in Kürze

Der Beitragsservice (früher GEZ), in Köln beheimatet, kümmert sich seit 2013 darum, den Rundfunkbeitrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio einzuziehen und verwaltet etwa 47 Millionen Beitragskonten von Privaten und Unternehmen. Wer Fragen oder Ärger mit der Anmeldung hat, kann sich unkompliziert per Mail oder Hotline an das Team wenden.

Pressekontakt:
Jonas Hammes, ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice, Kommunikation
E-Mail: presse@rundfunkbeitrag.de

Wer umzieht, nimmt seine Beitragsnummer für den Rundfunkbeitrag grundsätzlich mit zur neuen Adresse – eine Neuanmeldung ist nur dann notwendig, wenn sich auch die Zahlungsverantwortung ändert oder Personen in der Wohnung zurückbleiben, die bisher noch kein eigenes Beitragskonto führen. Bei WGs oder Einzügen mehrerer bisher selbst Zahlender kann und sollte eine Person die Zahlung übernehmen; die anderen melden ihre Altkonten unter Nennung der neuen Beitragsnummer ab. Falsch übertragene Beitragsnummern führen regelmäßig zu Zahlungsproblemen – der Beitragsservice rät, im Zweifelsfall mit einer eigenen Anmeldung zu beginnen und sich über seine umfangreichen 'Servicethemen' auf der Webseite schlau zu machen. Weitere aktuelle Entwicklungen und Stimmen zum Thema: Die Medien berichten, dass es weiterhin Kritik am System der Rundfunkbeiträge in Deutschland gibt – so wird regelmäßig über geplante Anpassungen, rechtliche Streitfälle und Streit um Gerechtigkeit besonders bei WG-Konstellationen diskutiert. Laut FAZ gibt es aktuell politische Überlegungen, den Beitrag zu reformieren oder zu digitalisieren, um ihn transparenter und gerechter zu gestalten. In Onlineforen und auf sozialen Netzwerken berichten Umziehende von Unsicherheiten und von Verzögerungen bei der Bearbeitung durch den Beitragsservice; allgemein wird jedoch anerkannt, dass die Informationsangebote kompetenter und verständlicher geworden sind.

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