Wenn man ehrlich ist, kommt das Thema Abwärme oft ein wenig trocken daher; dabei steckt enormes Potenzial dahinter, zumindest wenn man den Stimmen aus Politik und Fachkreisen glaubt. Die Bundesabwärmetagung (BAT), die am 17. Juni 2026 im ehrwürdigen Haus der Wirtschaft in Stuttgart stattfindet, will genau das ändern – und das diesmal gemeinsam mit der baden-württembergischen Fachtagung Abwärme. Für einen Tag sollen Ministeriumsvertreter:innen, Energieversorger, Kommunale Player und Wissenschaftler:innen nicht nur an Panels teilnehmen, sondern sich beim Kaffee, beim Matchmaking oder zwischen den Messeständen unverhofft begegnen – vielleicht entsteht da am Rande der Veranstaltung ja der nächste große Projektanlauf?
Moderiert von Anja Heyde (ihr kennt sie vielleicht aus dem ZDF), stehen unter anderem rechtliche Rahmenbedingungen, praktische Anwendungsfälle oder Konzepte zur Ausfallsicherheit von Wärmequellen auf der Tagesordnung. Dabei kommt nicht alles aus der Theorie: Unternehmensbeispiele und konkrete Umsetzungen sorgen für den nötigen Praxisbezug. Und ehrlich gesagt: So eine Ansammlung ausgewählter Aussteller mit Lösungen, von denen einige vermutlich noch kaum jemand gesehen hat, bekommt man nicht jeden Tag geboten.
Das Beste: Die Teilnahme ist kostenfrei – logischerweise allerdings nur solange der Platz reicht. Klar, bei solchem Andrang sollte man sich beeilen. Die Anmeldung läuft über die Website der Umwelttechnik BW. Und noch so ein Detail: Der Hintergrund der Veranstaltung ist durchaus beachtlich – seit 2015 schweißte das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte AwaNetz innovative Köpfe und Institutionen zusammen. Seither ist die IZES gGmbH federführend dabei. Hinter dem Kürzel verbirgt sich ein Institut aus Saarbrücken, das längst zum Stichwortgeber für nachhaltige Energieflüsse geworden ist. Achso: Wer mehr wissen möchte, sollte wirklich mal auf deren Internetseite surfen (und keine Angst vor unverständlicher Wissenschaftssprache haben – die können das auch verständlich). Kontakt infos? Michaela Schlichter von der IZES gGmbH ist Ansprechpartnerin für Medien.
Die geballte Fachkompetenz aus Unternehmen, Forschung und Politik kommt am 17. Juni 2026 in Stuttgart zusammen, wenn die Bundesabwärmetagung erstmals mit der Fachtagung Abwärme BW kooperiert. Im Mittelpunkt steht der Austausch über rechtliche, technische und praxisrelevante Aspekte rund um das Thema industrielle Abwärmenutzung: Die Tagung möchte nicht nur politische Weichenstellungen diskutieren, sondern auch helfen, konkrete Lösungen für Unternehmen und Kommunen anschiebbar zu machen. Spannend ist, dass laut aktuellen Berichten von t3n und The Local Germany die Themen Energieeffizienz und industrielle Dekarbonisierung aktuell auch auf EU-Ebene stärker in den Fokus rücken; neue Richtlinien zur Nutzung von Abwärme könnten also enormen Schub für Projekte und Fördermaßnahmen in Deutschland geben. Ein Nebenaspekt: In den letzten Tagen berichtete etwa die FAZ, dass gerade im Jahr 2024 zahlreiche Kommunen und Stadtwerke Modelle zum Abwärme-Sharing in Pilotform testen – eine noch nie dagewesene Dynamik, was Austausch und Know-how-Transfer in der Branche angeht. Insgesamt zeigt sich: Noch nie war der Wandel zur effizienten Wärmenutzung so breit diskutiert und vorangetrieben wie momentan.