Das Gebäudemodernisierungsgesetz – bei manchen ein Hoffnungsschimmer für die Wärmewende, bei anderen eher ein Grund zum Stirnrunzeln. Thüga-Vorstandsvorsitzender Alsheimer jedenfalls sieht im Grundsatz viel Licht: "Mehr Freiheiten im Wärmemarkt, weniger Mikromanagement beim Heizungstausch – ein Schritt in die richtige Richtung", macht er deutlich. Die Förderung klimafreundlicher Gase findet er folgerichtig, schließlich brauche es neue Anreize für die Transformation der Branche. Doch dann rutscht ihm beinahe ein Seufzer heraus: Was nützt die Programmatik, wenn es an Verbindlichkeit in der Wärmeplanung mangele? „Nötig wäre eine gesetzliche Absicherung, die Kommunen und Versorgern Sicherheit gibt – sonst verblasst das Zielbild der Wärmewende schnell."
Noch mehr Bauchschmerzen bereitet ihm jedoch die Vorstellung, wie künftig Kosten verteilt werden sollen. Diese piekse nämlich gezielt ins Gefüge des Wärmemarkts, kritisiert Alsheimer. Es könne nicht angehen, dass nur Gasheizungen spezielle CO2-, Netz- und Brennstoffkosten tragen müssten – das sei einseitig und letztlich unfair: "So wird der Wettbewerb künstlich verzerrt. Stattdessen braucht es offene Bedingungen für alle Technologien – damit sich wirklich die beste durchsetzen kann. Diese Kostenteilung? Lieber streichen!"
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Dr. Detlef Hug
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Das deutsche Gebäudemodernisierungsgesetz stößt auf ein gemischtes Echo: Während zentrale Ziele – weniger Pflichten beim Heizungstausch, mehr Förderung nachhaltiger Gase und eine umfassende Wärmewende – durchaus Zustimmung erfahren, gibt es berechtigte Kritik an einigen Detailregelungen. Insbesondere stößt die vorgesehene Aufteilung bestimmter Kosten ausschließlich auf Gasheizungsbesitzer auf Widerstand bei Thüga und anderen Branchenvertretern. Neue Berichte aus der Presse zeigen, dass zahlreiche Interessenvertretungen (u.a. kommunale Energieversorger und Umweltverbände) ein inklusiveres und weniger bürokratisches Umsteuern in der Energiepolitik fordern: Aktuell wird diskutiert, wie alternative Technologien wie Wärmepumpen, Solarthermie oder eben grüne Gase chancengleich ins Rennen geschickt werden können. Die Wärmewende bleibt ein Drahtseilakt zwischen Gesetz, Technologie und gesellschaftlicher Akzeptanz – und der Ruf nach Verlässlichkeit sowie Pragmatismus im Planungsrecht wird lauter.