CSU erwägt mögliche Verlängerung des Tankrabatts

Alexander Hoffmann, Chef der CSU-Landesgruppe, stellt eine Fortsetzung des Tankrabatts über den Juni hinaus in den Raum – abhängig von der weltpolitischen Lage.

heute 14:13 Uhr | 3 mal gelesen

Im Moment spürt man an den Zapfsäulen ein wenig Erleichterung dank der temporären Energiesteuer-Senkung – ‚Tankrabatt‘ ist das neue Zauberwort. Aber ehrlich gesagt: Niemand weiß so ganz genau, wie das alles ausgeht, falls die Spannungen im Nahen Osten, insbesondere rund um die Straße von Hormus, weiter eskalieren. Alexander Hoffmann erklärt zwar, dass der Staat letztlich nicht alles auffangen kann, was auf Bürgerinnen und Bürger einprasselt – aber kategorisch ausschließen, bei Bedarf nochmal nachzulegen, das will man bei der CSU auch nicht. Konkrete Pläne gibt es keine (wer hätte da auch eine Blaupause?); Offenheit lautet das Motto. Was einst als "Entlastungsprämie" durch die Medien geisterte, sei sowieso nie das große Ding gewesen, sagt Hoffmann – eher so ein nettes Extra, von dem man sich locker wieder verabschiedet hat. Die freigewordenen Mittel will man jetzt woanders sinnvoll unterbringen: ein bisschen Beweglichkeit beim Staat tut vielleicht gerade gut.

Die CSU signalisiert, dass sie eine Verlängerung des aktuell geltenden Tankrabatts zumindest in Erwägung zieht, vor allem falls sich die geopolitischen Herausforderungen weiter zuspitzen. Die Maßnahme wird als temporäre Entlastung gesehen, um Bürgerinnen und Bürger nicht alleine mit den großen Unsicherheiten und Preissteigerungen bei den Kraftstoffen zu lassen. Allerdings betont die Partei auch, dass es keine umfassenden staatlichen Lösungen geben könne und verweist auf die Möglichkeit, alternative Hilfen flexibel einzusetzen. — Zusätzliche Recherchen zeigen: Neben der CSU fordern angesichts der weiterhin unsicheren weltweiten Lage, besonders im Nahen Osten, auch andere Stimmen aus der Politik und Verbände schnellere, sogar dauerhafte Maßnahmen zur Entlastung an Tankstellen. Dazu zählen Reaktionen auf kurzfristige Preissprünge infolge globaler Krisen, aber auch strukturellere Vorschläge wie eine Ausweitung oder Umgestaltung der Energiepreise. In der öffentlichen Diskussion steht außerdem die Frage im Fokus, ob solche Rabatte tatsächlich bei den Verbrauchern ankommen oder vor allem Mineralölkonzernen zugutekommen. Marktbeobachter sehen jedenfalls eine gewisse Unsicherheit und stellen zunehmend infrage, wie sinnvoll punktuelle Rabatte auf Dauer sind.

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