Caritas-Präsidentin: Sozialbeiträge drücken Einkommen – Bund soll eingreifen

Angesichts steigender Energie- und Sozialversicherungskosten macht sich Eva Welskop-Deffaa von der Caritas für eine spürbare Entlastung der Menschen stark. Sie fordert die Bundesregierung zum Handeln auf – und kritisiert allzu oft auf Beitragszahler abgewälzte Kosten.

12.05.26 01:02 Uhr | 45 mal gelesen

Es ist schon ein bemerkenswerter Zeitpunkt, zu dem Caritas-Präsidentin Welskop-Deffaa der Regierung ins Gewissen redet: Energie wird teurer, Sozialbeiträge steigen, und am Ende bleibt den Menschen oft zu wenig zum Leben. Sie hält es für überfällig, dass der Bund endlich jene Kosten übernimmt, die eigentlich nicht über Beiträge finanziert werden sollten – etwa die Krankenversicherung für Bürgergeldbeziehende oder Corona-bedingte Ausgaben der Pflegekassen. "Die Beitragszahlenden sind keine unbegrenzte Geldquelle", meint sie dazu. Unterm Strich könnte man sagen: Wer Belastungen nur hin- und herschiebt, löst keine Probleme, sondern verschärft sie vielleicht. Am Dienstag trifft sich der Koalitionsausschuss, um sich nach der jüngst gescheiterten Entlastungsprämie neu zu sortieren – Grund genug, die Stimmen aus der Sozialarbeit nicht zu überhören. Und übrigens, manchmal fragt man sich ja, wie viele Appelle es noch braucht, bis Politik auf Realität trifft.

Die Caritas-Präsidentin setzt sich nachdrücklich für eine breite finanzielle Entlastung der Haushalte in Deutschland ein, vor allem angesichts steigender Preise für Energie und sozialversicherungsbedingte Abgaben. Sie fordert, dass der Bund Kosten übernimmt, die nicht direkt beitragsgedeckt, aber bislang den Versicherten aufgebürdet wurden – mit Fokus auf Bürgergeldempfänger und Coronakosten im Pflegebereich. Hintergrund ist die für viele Haushalte angespannte finanzielle Lage nach wiederholtem Preisanstieg und das Scheitern letzter Entlastungsmaßnahmen. In den letzten zwei Tagen kursierten Artikel rund um die Unzufriedenheit mit der aktuellen Sozialpolitik, insbesondere bei Familien und Menschen in prekären Lebenslagen, was in Kommentaren auf www.taz.de oder www.zeit.de diskutiert wird. Laut aktueller Recherche verstärken neue preispolitische Entwicklungen und die Haushaltsdebatte die Dringlichkeit struktureller Entlastungen. Auch Fachverbände drängen auf Reformen hin zu einer gerechteren Verteilung der Soziallasten.

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