Rainer fordert stärkere Unterstützung der EU angesichts Ernteschäden

Alois Rainer, der Bundeslandwirtschaftsminister, ruft angesichts der zuletzt außergewöhnlich schlechten Ernten infolge anhaltender Trockenheit dazu auf, auch die EU stärker in die Pflicht zu nehmen. Im Bundeskabinett habe er das Thema bereits aufgebracht – ressortübergreifende Lösungen hält er für unerlässlich.

heute 00:02 Uhr | 2 mal gelesen

„Ich klopfe buchstäblich überall dort an, wo Hilfe denkbar ist“, erklärt Rainer mit merklicher Entschlossenheit. Nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch beim EU-Agrarkommissar hat er interveniert und sehr klar gemacht: Auch Europa muss im Krisenfall Verantwortung tragen. Aufgrund der immer längeren Trockenperioden geraten viele Betriebe zunehmend unter Druck – das schwindende Tierfutter und die ausbleibenden Ernteerträge geben Anlass zur Sorge. Rainer betont: „Den Landwirtinnen und Landwirten ist mein Engagement auf sämtlichen politischen Ebenen sicher.“ Noch im August sollen präzise amtliche Daten zur tatsächlichen Ernte veröffentlicht werden. Der Deutsche Bauernverband will zeitnah seine eigene Bilanz präsentieren, aber schon jetzt deutet alles darauf hin, dass die diesjährigen Einbußen besonders gravierend ausfallen.

In Deutschland spitzen sich die Probleme der Landwirtschaft zu: Die aktuelle Trockenheit – teils von Klimaextremen begünstigt – dezimiert nicht nur die laufende Ernte, sondern gefährdet auch die Existenz vieler Höfe. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer fordert, dass die Europäische Union sich an Hilfsmaßnahmen beteiligt, da nationale Schritte allein nicht ausreichen könnten. Laut aktuellen Berichten aus der Agrarbranche und ersten Abschätzungen liegen die Verluste im zweistelligen Milliardenbereich; der Klimawandel wird von vielen Experten als maßgeblicher Faktor für die Entwicklung gesehen. Indessen fordert der Bauernverband zudem vereinfachte Zugänge zu Hilfspaketen und mehr Resilienz im europäischen Agrarsektor. In Brüssel wird über flexiblere Mittel aus den EU-Agrarfonds diskutiert, während man in Deutschland auf schnelle Umsetzung von Unterstützungen drängt.

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