Die temporäre Lockerung des Lkw-Fahrverbots an Sonntagen, ausgelöst durch Niedrigwasser und Versorgungsengpässe, wirkt sich bislang nur begrenzt auf das reale Transportaufkommen aus – vor allem in Nordrhein-Westfalen und Bayern ist dies spürbar. Der Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik (BGL) registriert ein eher zurückhaltendes Echo seitens der Unternehmen; viele stoßen aus personellen, gesetzlichen und schlicht menschlichen Gründen an Grenzen, denn zusätzliche Fahrten setzen schlicht mehr Personal und höhere Lenkzeiten voraus, die aber nicht automatisch vorhanden sind. Während die Maßnahme logistisch sinnvoll erschien, steht für viele Branchenaktive scheinbar der Nutzen noch infrage – vor allem da Fahrpersonal selbst bei temporärer Lockerung skeptisch bleibt und eine dauerhafte Entspannung der Lieferkettensituation bislang ausbleibt. Aktuelle Schlagzeilen unterstreichen zudem, dass auch die weiterhin angespannte Situation auf den deutschen Flüssen ein entscheidender Engpass für den Gütertransport bleibt.