Netzagentur: Händler sollen Gasspeicher für den Winter besser füllen

Angesichts zurückgehender Reserven mahnt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, mehr Einsatz beim Einspeichern von Gas an und blickt dabei auch auf steigende Preise.

heute 04:02 Uhr | 2 mal gelesen

Klaus Müller von der Bundesnetzagentur macht es klar: Die Verantwortung liegt bei den Gashändlern, jetzt für volle Speicher zu sorgen – denn im Winter Ausreden parat zu haben, will er nicht gelten lassen. Er geht davon aus, dass genügend Gas am Weltmarkt vorhanden ist, bittet aber die Unternehmen, jetzt mit Weitsicht zu handeln. Interessant ist sein Kommentar zu den Preisen: Mehr Bürokratie sieht er nicht als Hauptproblem – immerhin sei die Gasspeicherumlage weggefallen und die Lage an sich durch den Nahost-Konflikt erschwert. Dennoch, meint Müller, könnten die Gasrechnungen für Haushalte sowie Firmen steigen – besonders durch Unsicherheiten wie die Sperrung der Straße von Hormus. Kein Grund zur Panik, aber eben auch kein Grund für Sorglosigkeit. Immerhin: Die Preise seien noch nicht so schlimm wie 2022.

Die Sorge um leere Gasspeicher kehrt zurück, und der Chef der Bundesnetzagentur fordert präventives Handeln der Händler, damit niemand im Winter im Kalten sitzen muss. Müller unterstreicht, dass ausreichend Gas auf dem Weltmarkt zur Verfügung steht – die Händler müssten es also nur rechtzeitig beschaffen und einlagern, trotz steigender Kosten wegen internationaler Krisen. Neu eingebracht wurde, dass die Bundesregierung bereits Maßnahmen zur Entlastung ergriffen hat, indem sie die Gasspeicherumlage abgeschafft hat; trotzdem bleibt mittelfristig die Unsicherheit, vor allem wegen geopolitischer Spannungen, bestehen und spricht Müller von tendenziell steigenden Preisen für Verbraucher.

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