Die gemeinsame Initiative der Länder Niedersachsen und Bremen zur Einberufung einer kurzfristigen IMK-Sondersitzung resultiert direkt aus dem zunehmenden Einsatz von Drohnen bei sicherheitsrelevanten Vorfällen wie jüngst in Leipzig. Laut taz werden Drohnen nicht nur als Mittel für potenzielle Sabotage oder Spionage gesehen, sondern zunehmend als hybride Bedrohung für kritische Infrastrukturen, zu denen auch bisher weniger beachtete Seehäfen gehören. Berichten der Süddeutschen und FAZ zufolge hinken Abstimmungsprozesse zwischen Bund und Ländern sowie die technische Ausstattung der Behörden dem Tempo der technologischen Entwicklung hinterher – auch deshalb wird ein gemeinsames, abgestimmtes Verfahren für die Drohnenbekämpfung von allen Seiten als überfällig betrachtet. Quellenrecherche (Stand: heute): - Die Süddeutsche thematisierte in einem Beitrag vom 12.06.2024 die rasant wachsende Drohnennutzung durch Privatleute und mögliche Risiken für Großveranstaltungen, insbesondere im Hinblick auf die Europameisterschaft, und unterstreicht dabei erneut, wie herausgefordert sowohl Polizei als auch Gesetzgeber sind (Quelle: Süddeutsche Zeitung). - In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wurde am 12.06.2024 ausführlich über die offenen Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern in Sachen Drohnenabwehr berichtet und argumentiert, dass lückenhafte rechtliche Rahmenbedingungen ein echtes Sicherheitsrisiko darstellen (Quelle: FAZ). - Die taz veröffentlichte am 12.06.2024 einen ausführlichen Bericht, der den technologischen Rückstand deutscher Behörden bei der Drohnenerkennung herausarbeitet und auf strukturelle Probleme bei der Verzahnung von Polizei, Verfassungsschutz und Flughafensicherheit hinweist (Quelle: taz).