Urlaub verlängert: Merz bleibt Kanzler auf Distanz

Friedrich Merz (CDU), der aktuelle Bundeskanzler, gönnt sich offenbar noch eine weitere Woche Auszeit – und das Kabinett bleibt derweil im Pausenmodus.

heute 14:49 Uhr | 1 mal gelesen

Es wirkt fast schon wie ein Ritual: Wenn im Regierungsviertel Sommerflaute herrscht, hält sich der Kanzler, dieses Mal Friedrich Merz, lieber bedeckt. Sebastian Hille, Vertreter des Regierungssprechers, erklärte am Mittwoch locker, dass es auch kommender Woche keinen Kabinettstermin geben wird. Erst am 26. August, also gefühlt nach einer kleinen Ewigkeit, ist die nächste reguläre Zusammenkunft eingeplant. Bis dahin? Funkstille oder zumindest keine öffentlichen Termine – da kann man schon mal ins Grübeln kommen, wie viele Akten der Kanzler am Pool durcharbeitet. Interessant bleibt: Die Details zum Merz-Urlaub bleiben, wie immer in solchen Fällen, ein fest gehütetes Geheimnis. Zwischen Zeilen und Terminkalendern dringt höchstens gelegentlich die Info durch, dass der Kanzler 'ein paar Tage abschaltet', aber im Notfall stets einsatzbereit bleibt. Sein letzter offizieller Auftritt ist nun schon eine gute Weile her – das war am 29. Juli, rund um Ministerwechsel und eine Sondersitzung der Union. Danach hieß es aus dem Presseamt nur lapidar, der Kanzler entspanne sich, arbeite aber irgendwie immer.

Friedrich Merz, der amtierende Bundeskanzler, bleibt bis mindestens 26. August im Urlaub, sodass auch kommende Woche keine Kabinettssitzung stattfindet – das bestätigte Regierungssprecher Hille am Mittwoch. Über die genaue Gestaltung oder den Aufenthaltsort von Merz schweigt das Kanzleramt aus Sicherheitsgründen weiterhin. Während Sommerpausen im Berliner Politikbetrieb nicht unüblich sind, wächst angesichts politischer Herausforderungen – wie zuletzt der Umgang mit Inflation, Energieengpässen oder internationalen Krisen – die Kritik an der langen Abwesenheit des Regierungschefs. In aktuellen Diskussionen wird in Medien und sozialen Netzwerken betont: Insbesondere nach den jüngsten internen Spannungen innerhalb der Union und angesichts außenpolitischer Unsicherheiten besteht durchaus ein erhöhtes Informations- und Führungsbedürfnis – eine Urlaubsverlängerung bleibt da kein Randthema.

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