Union erreicht historischen Tiefststand – Zustimmung bröckelt weiter

Im aktuellen Sonntagstrend von Insa verliert die Union nochmals an Rückhalt. Nur noch 20 Prozent sprechen sich für die Kanzlerpartei aus – damit steht sie deutlich hinter der AfD, während die „Linke“ als Einzige zulegen kann.

heute 16:54 Uhr | 2 mal gelesen

CDU und CSU taumeln geradezu in Richtung ihrer schlechtesten Umfragewerte seit Oktober 2021 – zumindest, wenn man dem jüngsten Insa-Trend Glauben schenkt. Die 20 Prozent, auf die sie zurückfallen, sind alles andere als ein Ausrutscher; vielmehr scheint es ein Trend zu sein, der sich einfach nicht brechen lässt. Spannend dabei: Die Linke, lange eher unter ferner liefen, klettert erstmals seit Langem wieder auf 12 Prozent und zieht damit gleich mit der SPD. Die Grünen verharren weiterhin bei 13 Prozent, ebenso hält sich die FDP knapp über der berüchtigten fünf-Prozent-Hürde. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) bleibt bei mageren 3 Prozent stehen – ebenfalls keine große Überraschung. Was vielleicht am meisten irritiert: Die allgemeine Unzufriedenheit mit Bundeskanzler Merz (CDU) scheint kaum mehr zu überbieten. 78 Prozent der Befragten geben an, mit seiner Arbeit unzufrieden zu sein, nur 16 Prozent bleiben loyal. Das spiegelt sich auch im generellen Frust gegenüber der Bundesregierung wider; so hoch wie derzeit war das Misstrauen selten. Wörtlich sagte Insa-Chef Hermann Binkert der „Bild“, die Chancen auf einen Stimmungsumschwung seien verschwindend gering, da selbst die verbliebenen Anhänger der Union inzwischen zunehmend Abstand zum Regierungskurs nehmen.

Der anhaltende Abwärtstrend der Union in den Umfragen ist bezeichnend für die derzeitige politische Stimmung in Deutschland – tiefe Unzufriedenheit mit der Regierung, schwächelnde Kanzlerwerte und ein Erstarken der Oppositionsparteien, insbesondere der AfD und auch der Linken. Das Bild, das sich aus aktuellen Recherchen ergibt, ist nicht eben rosig: Die Debatte um die Ursachen für den Vertrauensverlust reicht von Kritik an der Kommunikation der Bundesregierung über die Wahrnehmung von Krisenmanagement bis zu struktureller Schwäche im politischen Angebot der Mitte. Zusätzlich werden in aktuellen Berichten häufig innenpolitische Reizthemen wie die angespannte Wirtschafts- und Migrationslage hervorgehoben, die maßgeblich zur Frustration breiter Bevölkerungsschichten beitragen; das zeigt sich auch in wachsenden Protesten und einer immer deutlich spürbareren Distanz zwischen Bürgern und Parteien.

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