Die geplante Reform der Entschädigung für zu Unrecht Inhaftierte ist überfällig und stößt auf ein geteiltes Echo: Opfervertretungen loben die Anhebung, stellen aber klar, dass Geld allein die verlorene Zeit hinter Gittern nicht wiedergutmacht. Juristische Fachkreise mahnen zur Eile, da sich manche Fälle wegen alter Fristen sonst erneut zwischen Bürokratie und Paragraphen verirren könnten. Im internationalen Vergleich wird deutlich, dass Deutschland mit der Anpassung einen Schritt nach vorn macht, aber immer noch hinter Ländern wie Dänemark oder Kanada zurückliegt, wo entsprechend Entschädigungen schon länger großzügiger geregelt sind. – Recherchen auf taz.de und sueddeutsche.de deuten zudem auf eine wachsende gesellschaftliche Sensibilität für das Schicksal von Justizopfern hin, während einige Stimmen fordern, auch psychologische und soziale Begleitung zu stärken. Ergänzend berichten aktuelle Nachrichtenportale: - Auf ZEIT Online wurde diskutiert, wie schwierig es für ehemalige Inhaftierte oftmals bleibt, nach der Haft einen Neuanfang zu wagen, selbst wenn die Entschädigung aufgestockt wird (Quelle: [zeit.de](https://www.zeit.de)). - Die Süddeutsche Zeitung hebt hervor, dass die Verhandlungen zwischen Bund und Ländern über die konkrete Umsetzung sensibilisiert verlaufen, da insbesondere die Länder eine faire Verteilung der Kosten einfordern (Quelle: [sueddeutsche.de](https://www.sueddeutsche.de)). - Spiegel Online skizziert, welche Erfahrungen Betroffene mit dem bisherigen Entschädigungssystem gemacht haben – darunter auch Berichte über Demütigung und langwierige Verfahren, die nun vermieden werden sollen (Quelle: [spiegel.de](https://www.spiegel.de)).