Interview-Fitness im Schnelldurchlauf – Mehr Sicherheit für Expert:innen vor der Kamera

Hamburg – Die Angst vor dem Mikrofon verliert ihren Schrecken: Mit neuen Methoden lässt sich das Zusammenspiel zwischen Fachleuten und Journalisten trainieren. Wer kurze, prägnante Antworten meistert, punktet souverän.

heute 12:46 Uhr | 5 mal gelesen

Stellen Sie sich vor, Sie vermitteln eine kluge Kollegin als Gesprächspartnerin für die Redakteurin eines großen Nachrichtenportals. Wissen? Top. Medienroutine? Eher Fehlanzeige. Wie lässt sich diese Unsicherheit abfedern – und aus eigenen Reihen neue Medienprofis formen? Genau da setzt das kompakte Medientraining unter Leitung von Vera Klopprogge an. In eineinhalb Stunden wird vermittelt: Wie formuliert man knackige Kernbotschaften, welche Fallstricke warten in Interviewsituationen und an welchen Stellschrauben können Sie als PR-Profi drehen? Das Schöne: Wer das Webinar besucht, bekommt nicht nur praxistaugliche Kniffe, sondern auch alle Folien im Nachgang für den eigenen Werkzeugkasten. Die Zielgruppe? Pressesprecher:innen, PR-Teams oder Kommunikations-Consultants, die selbst in der Rolle von Mini-Coaches wachsen wollen. Klopprogge, mit Erfahrung von Wissenschaft bis Industrie, hat 2023 die eigene Medienwerkstatt gegründet. Kurze Randnotiz: Fragen sind ausdrücklich erlaubt, statt Frontal-Beschallung gibt es echte Interaktion – und vielleicht ein paar Anekdoten aus der PR-Realität. Fast nebenbei: Kontakt zur dpa-Akademie ist simpel. Marcus Heumann steht als Ansprechpartner bereit (Telefon oder Mail, ganz oldschool).

Das Medientraining der dpa-Akademie richtet sich vor allem an Kommunikationsprofis, die ihre Kolleg:innen auf Interviews vorbereiten möchten – speziell dann, wenn wenig Erfahrung im Umgang mit Medien besteht. Im Fokus stehen dabei das Herausarbeiten klarer Kernbotschaften, entworfene Interviewstrategien sowie der Umgang mit unerwarteten Fragen. Vera Klopprogge bringt ihre jahrelange Praxis als Führungskraft und Trainerin ein, wobei die Teilnehmer:innen aktiv ins Geschehen eingebunden werden, um ein nachhaltiges Lernerlebnis zu haben. Aktuelle Recherchen zeigen, dass Medientraining in vielen Unternehmen zum Standardrepertoire gehört, vor allem mit Blick auf den Ruf und das Image, das durch gelungene Medienauftritte gestärkt werden kann. Laut einem Beitrag der Süddeutschen Zeitung steht Authentizität bei Interviews hoch im Kurs; automatisierte Statements werden zunehmend kritisch gesehen. Die taz berichtet, dass Pressesprecher:innen in jüngster Zeit verstärkt auf Krisenkommunikation und den professionellen Umgang mit kritischen Fragen hin trainiert werden. Außerdem hebt das Handelsblatt hervor, dass viele PR-Abteilungen mittlerweile auf hybride Medientrainings setzen, bei denen Präsenz- und Online-Formate flexibel kombiniert werden können.

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