Wenn man auf das Gesundheitswesen im Jahr 2025 schaut, dann kann man getrost sagen: Es war turbulent. Dr. Matthias Brake, Vorstandschef der LKH, bringt es ziemlich treffend auf den Punkt: "Vor allem das Krankenhauswesen hat die Kosten nach oben getrieben. Die Pflege ist leider nicht günstiger geworden, im Gegenteil." Diese Herausforderungen spiegeln sich natürlich auch im Abschluss der LKH wider. Trotzdem scheint man dort auf finanziellem Fundament zu stehen, das keinen wackeligen Eindruck macht. Rund eine Milliarde Euro – genauer: 832,6 Millionen für Leistungsfälle und 243,1 Millionen für die demografische Vorsorge – flossen 2025 an die Versicherten.
So weit die trockenen Zahlen: Die Beitragseinnahmen sind nur leicht gestiegen, 961,7 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Krankenvollversicherung bringt immer noch den Löwenanteil ein. Auf der Habenseite stehen auch 214,1 Millionen durch Kapitalanlagen. Klar, wenn mehr Kunden kommen, klettern auch Abschlusskosten auf jetzt 3,1 Prozent – das hat aber mit dem sprunghaften Neugeschäft zu tun. Insgesamt bleibt die Kostenquote mit 5,6 Prozent ziemlich marktkonform. Nach Abzug aller Ausgaben schmälert sich zwar das versicherungsgeschäftliche Ergebnis auf 71,3 Millionen Euro (Vorjahr: 140 Millionen), aber mit 7,4 Prozent bleibt die Quote solide, gerade auch im Branchenvergleich. Und die Kapitalanlagen? Auf 9,2 Milliarden Euro angewachsen, mit einem leichten Zinsplus.
Was auffällt: Die Versichertenzahl ist auf 334.599 hochgeschnellt – ein ordentlicher Sprung. Das Neugeschäft hat sich, nach eigenen Angaben, beinahe verdreifacht. Vorstand Jan-Peter Diercks unterstreicht: "Eine Bestätigung für unsere Transformation und die bessere Wahrnehmung im Markt."
Transformation – mehr als ein Schlagwort
Natürlich, Transformation ist ein großer Begriff. LKH setzt dabei auf nachhaltiges Wachstum ohne Abstriche bei Zuverlässigkeit und Qualität. Das kostet, ist aber finanzierbar, weil Rücklagen vorhanden sind. Das Eigenkapital liegt trotz Investitionen noch klar über Branchenschnitt.
Kunden müssen profitieren
Die Strategie spiegelt sich in preisgekrönten neuen Produkte wider: Das GesundheitsUpgrade Komfort (GUK) rundet die Krankenvollversicherung ab, mit TeamUpgrade Complete kommt die betriebliche Krankenversicherung ins Rollen. Beide wurden von Ratingagenturen gelobt.
In Sachen Digitalisierung gibt es ebenfalls Bewegung: Seit September 2025 setzt die LKH auf E-Rezept und Online-Check-ins. Auch die internen Prozesse werden weiter modernisiert. Details und Zahlen sind im vollständigen Geschäftsbericht einsehbar.
Quellen für Branchendaten: PKV-Zahlenportal.
Kontakt: Landeskrankenhilfe, Uelzener Straße 120, 21335 Lüneburg, Tel: 04131 725 0, E-Mail: presse@lkh.de
Im Rückblick auf das Jahr 2025 präsentiert sich die LKH als stabiler und wachstumsstarker Akteur im privaten Krankenversicherungsmarkt. Trotz erheblicher Kostensteigerungen im Gesundheitswesen – insbesondere im Klinikbereich und in der Pflege – konnte die LKH ihren Versicherten hohe Leistungen bieten, weitere digitale Services einführen und ihre Produktpalette modernisieren. Besonders bemerkenswert ist der sprunghafte Zuwachs beim Neugeschäft und an Versicherten; die finanzielle Basis bleibt dank hoher Eigenkapitalquote robust, was in einer Zeit von allgemeinen Beitragssteigerungen als beachtenswerte Konstanz gilt. Neuere Berichte verweisen darauf, dass private Krankenversicherer angesichts steigender Krankenhaus- und Pflegekosten zunehmend auf digitale Lösungen und Unternehmensreserven setzen, um Beitragsstabilität zu gewährleisten. Diskutiert wird außerdem, ob weitere regulatorische Eingriffe oder Umstrukturierungen im Gesundheitswesen bevorstehen, etwa zur Begrenzung der Beitragsdynamik für künftige Generationen. Die LKH wird in diesem Zusammenhang als Vorreiter bei Transformation, Digitalisierung und Innovation gelobt.