Regierung schweigt zur iranischen Vergeltungsliste: Sicherheit bleibt Thema

Nach Berichten über eine iranische 'Vergeltungsliste', auf der auch Kanzler Friedrich Merz (CDU) steht, äußert sich die Bundesregierung zurückhaltend. Regierungssprecher Steffen Meyer betont lediglich, man habe die Meldung registriert – und verweigert jedes weitere Statement.

heute 13:04 Uhr | 6 mal gelesen

Auf Nachfrage gibt sich die Regierung knapp – jeglicher Kommentar zur iranischen Liste wird verweigert. Nebenbei lässt Meyers knappe Antwort tief blicken: Die Sicherheitsmaßnahmen für den Bundeskanzler seien ohnehin stets auf maximalem Niveau, so der Sprecher. Pikant daran ist: Die iranische Zeitung 'Hamshahri' hatte jüngst explizit 13 westliche Politiker genannt, denen Vergeltung für das Ableben des einstigen geistlichen Oberhaupts Ali Chamenei angedroht wird. Auffällig, wie Merz neben prominenten Namen wie Trump, Netanjahu und Macron geführt wird – so als gehöre Deutschland ganz selbstverständlich zur Liste globaler Akteure. Wer allerdings politische Listen dieser Art kennt, weiß: Mehr als Symbolpolitik steckt häufig nicht dahinter, trotzdem bleibt ein flaues Gefühl. Politische Kommunikation der Bundesregierung kann manchmal wirken, als sei sie mehr aus Pflichtkür als Überzeugung geboren – das spitzt sich gerade bei solch heiklen Themen zu. Nicht ein Hauch von Unsicherheit, stattdessen formelhafte Souveränität. Aber angesichts der globalen Gemengelage? Da fragt man sich doch, wie belastbar solche offiziellen Beteuerungen heute wirklich sind.

Die jüngst publizierte iranische Vergeltungsliste hat international für Verstimmung gesorgt: Während sich die Bundesregierung auf ein schlichtes 'keinen Kommentar' und Hinweise auf hohe Sicherheitsvorkehrungen zurückzieht, überwiegt in anderen EU-Ländern teils offene Besorgnis über die Eskalationsrhetorik aus Teheran. Die mediale Verbreitung der Liste – besonders durch Hamshahri – wird als gezielte Drohkulisse interpretiert, die sowohl die betroffenen Politiker wie auch ihre Länder unter Druck setzen soll. Vergleichbare Situationen gab es immer wieder in den letzten Jahren, doch die Häufung verschärft die Debatte über Deutschlands externe Bedrohungslage und die politische Haltung im Umgang mit dem Iran. Neuere Recherchen zeigen, dass etwa auf www.spiegel.de und www.zeit.de kritisch analysiert wird, ob hinter der aktuellen Diplomatie mehr Symbolik als Substanz steckt. Auch Diskussionen über die Effektivität deutscher und europäischer Sicherheitsapparate flammen neu auf, da viele Menschen ein Grundgefühl diffuser Unsicherheit verspüren, wenn sie von solchen Listen erfahren. Iran reagiert auf internationalen Druck zunehmend mit signalhaften Drohungen; Experten sehen darin vielmehr einen innenpolitisch motivierten Akt, der nach außen Schlagkraft suggerieren soll.

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