Der Einsatz ausgedienter Feuerwehrfahrzeuge durch die AfD ist heikel, weil er das Gebot der politischen Neutralität von Feuerwehren unterläuft. Auch wenn die Wagen formal im Privatbesitz sind, ist ihr öffentliches Auftreten mit Blaulichtern und AfD-Wahlplakaten bei politischen Events mindestens grenzwertig, rechtlich wie symbolisch. Inzwischen haben Feuerwehren bundesweit ihre Sorge geäußert, dass ihr Image politisch instrumentalisiert wird – was auf dem ohnehin aufgeheizten politischen Parkett schnell größere Wellen schlagen könnte. Aktuelle Recherchen zeigen, dass der Vorgang durchaus in ein größeres gesellschaftliches Muster passt. In den vergangenen Tagen wurde deutschlandweit intensiv über die zunehmende Instrumentalisierung staatlicher oder sicherheitsbezogener Symbole im Wahlkampf berichtet. Darüber hinaus wurde in diversen Quellen davor gewarnt, dass Parteien durch ähnliche Aktionen gezielt das Vertrauen in eigentlich neutrale Institutionen erschüttern könnten. Zusammen genommen zeigt das aktuelle Meinungsspektrum: Die Grenzen zwischen politischer Selbstdarstellung und staatlicher Symbolik verschwimmen zunehmend, besonders in Zeiten aufgeladener Wahlkämpfe.