Die überraschende Streichung neuer ZIM-Förderanträge durch das Wirtschaftsministerium stößt bei Experten und Firmen auf massive Kritik. Viele befürchten, dass gerade jetzt eine solche Maßnahme langfristigen Schaden für die Innovationsfähigkeit des deutschen Mittelstandes anrichtet; Forschungskooperationen und Technologietransfer laufen Gefahr, einzubrechen. Neben den offensichtlichen finanziellen Einbußen entsteht vor allem ein Gefühl der Unsicherheit, das sich lähmend auf die Risikobereitschaft von Unternehmer*innen auswirken könnte. Neuste Entwicklungen zeigen, dass die Diskussion um den Stopp mit den generellen Etatproblemen der Bundesregierung zusammenhängt, wie sowohl auf Branchenblogs, als auch in Tageszeitungen berichtet wird. Im Hintergrund spielen dabei nicht nur Sparvorgaben, sondern offenbar auch strategische Überlegungen zur Struktur der Wirtschaftsförderung eine Rolle. Auch die Stimmen aus Forschungseinrichtungen machen deutlich, wie bedenklich sie die Kurzfristigkeit dieser Entscheidung finden – sie könnte das fragile Gefüge zwischen Wissenschaft und Mittelstand nachhaltig stören. Laut Berichten von taz, FAZ und Zeit sind insbesondere laufende Projekte massiv verunsichert und es fehlt ein Signal, wie es weitergehen soll. Während einige Optimisten auf Nachbesserungen hoffen, wächst aber vielerorts das Gefühl, dass dem Innovationsstandort Deutschland gerade ein großer Fehler unterläuft.