Ilse Aigner als potenzielle Bundespräsidentin? Söder zeigt offene Unterstützung

Markus Söder, Chef der CSU, lobt Ilse Aigner, die bayerische Landtagspräsidentin, als mögliche, starke Anwärterin für das Amt der Bundespräsidentin. Sie bringe laut Söder Eigenschaften wie Nähe zum Bürger und echte Empathie mit. Seine Unterstützung – sollte Aigner kandidieren wollen – ist ihr sicher.

heute 10:24 Uhr | 6 mal gelesen

Das Amt des Bundespräsidenten verlangt heute wohl mehr denn je Profil in Menschlichkeit und der Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen – zumindest, wenn es nach Markus Söder geht. Ilse Aigner punktet aus seiner Sicht doppelt: zum einen mit dem Draht zu den Leuten, zum anderen mit Akzeptanz über die CSU hinaus, gerade auch bei CDU und SPD. Söder zeigt sich demonstrativ unterstützend: Will Aigner kandidieren, habe sie seinen Rückhalt. Wie üblich, wird eine endgültige Entscheidung aber erst in gemeinsamen Runden mit der Regierungskoalition im Herbst getroffen werden. Apropos Entscheidung: Nach den bayerischen Kommunalwahlen brodelte es in der CSU und Kritik am Vorsitzenden Söder wurde lauter. Er macht klar, solche Situationen seien gewissermaßen Alltag – ein paar Wunden müssen nach Niederlagen eben geleckt werden, Unsicherheiten inklusive. Das alles sei besprochen, und für ihn bleibt: Geschlossenheit ist Trumpf. Am Ende will die CSU siegen, nicht streiten.

Markus Söder hat sich öffentlich dafür ausgesprochen, Ilse Aigner als potenzielle Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin ins Auge zu fassen – ausdrücklich wegen ihrer Bürgernähe und Empathie, Eigenschaften, die im aktuellen politischen Klima besonders gelten. Er betont, dass die finale Entscheidung im Herbst im Kreis der Regierungskoalition fällt. In der bayerischen CSU herrschte jüngst Unruhe nach Kommunalwahlergebnissen, wobei Söder auf Teamgeist und die Notwendigkeit der Inneren Einigung pocht. Ergänzend lässt sich aus aktuellen Medienberichten erkennen, dass die Diskussion um mögliche Präsidentschaftsanwärter in mehreren Parteien Fahrt aufnimmt – oft mit der Forderung nach mehr weiblicher und regional ausgewogener Repräsentanz. Aigner selbst äußerte sich bislang nicht konkret zu einer Kandidatur, scheint aber innerhalb der CSU und darüber hinaus als konsensfähige Persönlichkeit betrachtet zu werden. Aus anderen Quellen (taz.de, zeit.de, sueddeutsche.de) wird deutlich, dass das Rennen um die Bundespräsidentschaft zunehmend von der Frage geprägt ist, wie künftige Präsident:innen Brücken zwischen unterschiedlichen Lagern schlagen können – also keine reine Proporzfrage, sondern immer auch eine Suche nach Symbolkraft und Ausstrahlung.

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