Industrie 6G: VICTOR6G-Initiative startet mit Fokus auf Echtzeit-Virtualisierung

Düsseldorf – Im Januar 2026 fiel der Startschuss für das Forschungsprojekt VICTOR6G. Über die kommenden drei Jahre hinweg arbeiten Technik- und Forschungsteams für insgesamt 5,4 Millionen Euro (darunter 4,3 Millionen Euro Fördergelder) mit vereinten Kräften an Virtualisierungslösungen für die Industrie von morgen. Im Zentrum steht die Vernetzung von drahtlosen und festen Netzsystemen, mit dem Ziel, roboterbasierte Cloud-Anwendungen und smarte Drohnen im industriellen Umfeld ultraschnell und verlässlich zu machen.

heute 11:23 Uhr | 5 mal gelesen

Das Projektkonsortium besteht aus einer ungewöhnlich breit aufgestellten Gruppe: Ericsson (federführend), SEW-EURODRIVE, Adaept Engineering, IKADO, das Fraunhofer IPT sowie die Universitäten Aachen, Dortmund und Dresden; flankiert wird diese Mannschaft durch Airbus als assoziierten Partner. Ziel ist es, die bislang oft getrennten Fachbereiche Telekommunikation, Produktionstechnik und IT zusammenzubringen, um innovative 6G-Anwendungen im Industrieumfeld realitätsnah zu erproben. Dabei verfolgen die Teams eine radikale Verzahnung von Netz- und IT-Infrastrukturen mit konkreten Anwendungen. Was das eigentlich heißt? Zum Beispiel: Roboter erhalten ihre Echtzeit-Befehle aus der lokalen Cloud, während autonome Drohnen auf Cloud-Ressourcen zurückgreifen, um Inspektionen effizienter und präziser zu machen. All diese Lösungen werden nicht nur am Reißbrett geplant, sondern wandern in Simulationen, Labore – und schließlich direkt in reale Fabrikumgebungen, etwa am 5G-Industry Campus Europe unter Leitung des Fraunhofer IPT. Das Ziel, mal ganz bodenständig: Lösungen müssen funktionieren, skalierbar sein und echten, messbaren Mehrwert schaffen. Interessant erscheint dabei der Ansatz, nicht nur auf technische Details wie Durchsatz oder Latenz zu schielen, sondern nach wirtschaftlicher Sinnhaftigkeit und neuen Geschäftsmodellen zu fragen: Stichwort Key Value Indicators (KVIs). Letztlich will VICTOR6G den Praxiseinsatz von 6G-Industrienetzen tatkräftig beschleunigen und helfen, Digitalisierung in der Fertigung nicht nur möglich, sondern profitabel und zukunftsfähig zu machen. (Mehr Infos: [Projektsteckbrief](https://www.forschung-it-sicherheit-kommunikationssysteme.de/projekte/victor6g), [Förderbekanntmachung "6G in die Anwendung bringen"](https://www.forschung-it-sicherheit-kommunikationssysteme.de/foerderung/bekanntmachungen/6g-a), [5G-Industry Campus Europe](https://5g-industry-campus.com/))

VICTOR6G strebt an, eine vollständige, industrietaugliche 6G-Virtualisierung mit niedrigen Latenzzeiten speziell für steuerbare Roboter, autonome Drohnen und weitere industrielle (Metaverse-)Anwendungen zu entwickeln. Partner aus Telekommunikation, Maschinenbau und Forschung sorgen mit unterschiedlichem Know-how für Umsetzung und Erprobung in echten Produktionsumgebungen. Ergänzend aus der Recherche: Laut [FAZ](https://www.faz.net) wird aktuell in der Industrie nicht nur an technischer Machbarkeit, sondern verstärkt auch an Sicherheit, Interoperabilität und Nachhaltigkeit von 6G-Lösungen geforscht, während [t3n.de](https://t3n.de) berichtet, dass der globale Wettbewerb um 6G-Innovationen anzieht – europäische Projekte wie VICTOR6G gelten dabei als zukunftsweisend, vor allem durch ihren offenen, anwendungsnahen Ansatz und das starke Einbinden der Industriepartner.

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