Trump droht Iran: US-Kontrolle über Irans Öl ins Gespräch gebracht

Donald Trump legt nach: Der frühere US-Präsident lässt die Säbel rasseln und kündigt auf seiner Online-Plattform nicht nur weitere Angriffe gegen Iran an, sondern stellt sogar offen die Übernahme der Öl- und Gasförderanlagen in Aussicht.

heute 15:38 Uhr | 5 mal gelesen

Klingt nach Hollywood – ist aber Trump’sche Realität. Irgendwo zwischen Selbstbewunderung und Provokation meldete sich Donald Trump am Donnerstag wieder einmal zu Wort: In seinem Post erklärte er, dass die militärischen Fähigkeiten Irans – zumindest aus seiner Sicht – stark dezimiert worden seien. "Marine, Luftwaffe, Raketenabwehr? Geschichte!" tönt er sinngemäß. Was besonders aufhorchen lässt: Trump kündigte tatsächlich an, zentrale Punkte der iranischen Öl-Infrastruktur – zum Beispiel die Insel Kharg – ins Visier zu nehmen und praktisch unter US-Kontrolle zu bringen. Dass dies mit Venezuela „so wunderbar funktioniert“ habe, erwähnte er fast nebenbei – ob das wirklich alle so sehen, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Jedenfalls, diese Rhetorik wirkt wie eine Mischung aus Drohung und altbekanntem Showman-Gehabe. Überhaupt: Wie realistisch sind solche Ankündigungen? Die meisten Expert:innen halten sie für einen weiteren Versuch, politische Stärke zu demonstrieren – und vielleicht auch ein wenig von anderen Themen abzulenken. Oder vielleicht liebt er es einfach, mit solchen Aussagen Schlagzeilen zu machen. Manchmal fragt man sich, was nun eigentlich ernst gemeint ist und was bloß politische Inszenierung.

Trump kündigte an, Irans Verteidigung und militärische Schlagkraft seien massiv geschwächt und deutete die Ausweitung der US-Operationen bis hin zur Übernahme der strategisch wichtigen Ölförderinsel Kharg an. Internationale Analysten bewerten die Aussagen einerseits als typische Provokation und innenpolitisch motivierte Machtdemonstration, sehen aber auch das eskalierende Potenzial angesichts der angespannten Lage im Persischen Golf. Aktuelle Berichte zeigen, dass die aktuellen US-Drohungen im Iran höchst beunruhigt aufgenommen werden; zugleich warnen europäische und UN-Diplomaten vor unkalkulierbaren Folgereaktionen, die auch die weltweite Ölversorgung treffen könnten. In den vergangenen Stunden hat sich die Lage weiter zugespitzt: Laut taz wehren sich iranische Regierungsvertreter gegen die westliche Rhetorik und warnen ihrerseits vor Konsequenzen bei einer weiteren Eskalation (Quelle: taz). Zeit Online berichtet, die US-Regierung hoffe, mit harter Linie Iran zur Aufgabe seines Atomprogramms zu bewegen, stoße jedoch international zunehmend auf Skepsis (Quelle: Zeit). Die Frankfurter Allgemeine hebt darüber hinaus die prekären Auswirkungen auf die internationalen Ölmärkte hervor und verweist auf die sprunghaft gestiegenen Ölpreise seit den Drohungen (Quelle: FAZ).

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