Steffen Bilger könnte in Kürze neuer Bundesverkehrsminister werden, nachdem sein Vorgänger Patrick Schnieder nach eigenen Angaben um Entlassung gebeten wurde und Kanzler Merz bereits ein Gespräch mit Bilger geführt hat. Bilger kennt das politische Geschäft im Bereich Verkehr aus dem Effeff, war er doch viele Jahre im relevanten Ausschuss und als parlamentarischer Staatssekretär tätig. Noch sind einige Details offen: Die offizielle Ernennung steht aus und es bleibt abzuwarten, ob die Personalie weitere innerparteiliche Dynamik entwickelt. Das politische Berlin ist derzeit in Bewegung: Von diversen Seiten – auch aus Regierungskreisen – wird der Wechsel Bilgers als ein Signal für Kontinuität, aber auch für einen möglichen Kurswechsel gedeutet, gerade in Hinblick auf umstrittene Verkehrsthemen wie den Ausbau regenerativer Infrastruktur, Herausforderungen beim Deutschlandticket sowie zunehmende Debatten über Tempolimits und Digitalisierung im Verkehrssektor. Laut aktuellen Berichten ist Bilger eher als Pragmatiker bekannt, dem es wichtig ist, bestehende Projekte auf effiziente Art weiterzuführen sowie neue Impulse zu setzen. Hinzu kommt, dass die CDU intern Spannung wegen dieser plötzlichen Personalentscheidung zu vermelden hat: Einige Fraktionsmitglieder kritisieren den fehlenden Einbezug der Parteibasis und die Transparenz des Ablaufs.