Verkehrsminister Patrick Schnieder will zurücktreten – Nachfolge weiter offen

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) kündigt seinen Rückzug an und bittet offiziell um die Entbindung von seinem Amt.

heute 18:14 Uhr | 1 mal gelesen

Schnieder erklärte am Sonntag, dass er mit seinem Rücktritt die Konsequenzen aus den jüngsten Turbulenzen zieht und die gegenwärtige Situation, die eine konstruktive Arbeit nahezu unmöglich mache, beenden will. "Im Interesse des Landes und für eine funktionierende Verwaltung" sei jetzt eine zügige Regelung der Nachfolge notwendig. Schnieder dankte ausdrücklich allen Angestellten des Ministeriums sowie den involvierten Partnern in Bund, Ländern und Gemeinden für ihre Unterstützung – kleine Gesten, große Wirkung. Bemerkenswert ist: Dem Rücktritt voraus gingen Personalquerelen, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz Schnieder entlassen wollte und sein Wunschkandidat Fritz Güntzler die Nachfolge ablehnte. Die Kabinettsreform sollte eigentlich Freitag verkündet werden, wurde aber durch das personelle Vakuum gebremst. Innerhalb der CDU brodelt es – aus der Partei hagelt es Kritik an der Vorgehensweise, und zwischen ernster Sachpolitik und parteiinternem Gezänk scheint ein Graben zu wachsen.

Patrick Schnieder zieht als Verkehrsminister die Konsequenz aus politischen Turbulenzen und will sich aus seinem Amt zurückziehen – und das, nachdem sein favorisierter Nachfolger Fritz Güntzler ebenfalls absprang. Im politischen Berlin tobt die Debatte über den Umgang mit solchen Personalfragen, viele in der CDU fordern nun schnelle Klarheit, um die Arbeitsfähigkeit des Ministeriums sicherzustellen. Beobachter sprechen von einem Paradebeispiel dafür, wie Personalentscheidungen in Regierungsparteien hinter den Kulissen zu eigentlichen Machtproben geraten können – ein weiteres Indiz für mangelnde strategische Abstimmung auf Führungsebene. Zuletzt mehrten sich Berichte, dass die Debatte das Ansehen des Ministeriums – und vielleicht der gesamten Regierung – beschädigt habe. Recherchen zeigen zudem, dass der Rücktritt mit möglichen Konsequenzen für laufende Verkehrsprojekte und alle anstehenden politischen Entscheidungen im Verkehrssektor verbunden ist.

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