Hunderte Menschen gedenken beim Gottesdienst nach Anschlag auf Berliner CSD

Einen Tag nach dem schockierenden Angriff während des Christopher Street Day in Berlin fanden sich am Sonntag mehrere Hundert Menschen in der Marienkirche zusammen, um gemeinsam zu trauern und ein Zeichen für Zusammenhalt zu setzen.

26.07.26 16:59 Uhr | 35 mal gelesen

Sogar Kanzler Friedrich Merz (CDU) ließ es sich nicht nehmen, zur Andacht zu erscheinen. Man sah ihm die Betroffenheit an, als er sich im Anschluss auf den Weg zum Tatort im Tiergarten machte, wohl noch suchend nach Worten, die dem Grauen irgendwie gerecht werden könnten. Vorher gab Merz schon ein Statement an die Wartenden der Presse: 'Wir werden alles daran setzen, die Täter zu schnappen', versprach er. Klar und vielleicht einen Hauch trotzig sagte er zudem: 'Extremisten haben keinen Platz unter uns.' Die Entschlossenheit, aber auch die Unsicherheit über die nächsten Schritte, war ihm anzumerken. 'Wir verteidigen das, was uns ausmacht. Wir – das ist mehr als nur eine Floskel. Wir sind tatsächlich mehr, stärker, und wir lassen uns nicht auseinanderdividieren.'

Das Entsetzen sitzt tief, seit am Samstagabend der 21-jährige Abdul B. offenbar mit einem Kleintransporter in die feiernden CSD-Gäste im Tiergarten raste – mitten ins Herz der bunten Menge. Nach den letzten Zahlen wurden dabei 29 Menschen verletzt, eine Frau starb noch am selben Abend. Ein unfassbarer Angriff auf ein Fest, das eigentlich Diversität und Frieden feiert.

Nach dem tödlichen Vorfall beim CSD in Berlin haben sich am Sonntag mehrere Hundert Menschen zur Andacht in der Marienkirche getroffen, darunter auch Kanzler Merz, der klare Worte gegen Extremismus äußerte. Die Polizei ermittelt weiter zum Motiv des 21-jährigen Täters, das laut aktuellen Berichten als gezielter, extremistisch motivierter Angriff auf die LGBTQ+-Community eingestuft wird – der Staatsschutz ist nun involviert. In mehreren Medienberichten wird betont, dass Berlin, wie viele andere Städte, nach dieser Tragödie erneut die Fragen stellt, wie man Freiheit und Sicherheit für alle Bürger*innen gewährleisten kann, während Solidaritätsbekundungen bundesweit Wellen schlagen.

Update und neue Details aus der Presseschau: Die Ermittlungen verlaufen intensiv, laut Berichten der 'Süddeutschen Zeitung' ist bislang unklar, ob der Täter ein Einzeltäter war oder ein Netzwerk existiert; der Anschlag wird jedoch eindeutig als Hassverbrechen bewertet. Laut 'Die Zeit' verstärken diverse Initiativen jetzt Kontakte mit der Polizei, um bei Großveranstaltungen wie CSDs mehr Schutz und Anlaufstellen für Bedrohungen zu schaffen. Nach aktuellen Informationen der 'FAZ' diskutieren Politiker, Expertinnen und Aktivisten unterschiedliche Maßnahmen – von strengeren Gesetzen bis zu Aufklärungskampagnen, während Angehörige der Opfer von Verlorenem, Schmerz, aber auch Hoffnung auf Veränderungen sprechen.

Schlagwort aus diesem Artikel