Zigarren und Zigarillos: Genussmittel für Erwachsene – Kein Anlass zur Sorge beim Jugendschutz

Bonn – Laut den aktuellen Daten des Mikrozensus 2025 des Statistischen Bundesamts gibt es weiterhin kaum junge Menschen, die Zigarren oder Zigarillos konsumieren. Die genauen Zahlen zeigen ganz klar: Diese Tabakprodukte sind fast ausschließlich bei älteren, meist männlichen Erwachsenen beliebt. Bereits bei vergangenen Erhebungen zeigte sich dieses Bild und die neuen Ergebnisse bestätigen: Beim Jugendschutz rings um Zigarren und Zigarillos gibt es keinen Handlungsbedarf.

heute 14:36 Uhr | 3 mal gelesen

Wenn man tiefer in die Statistiken einsteigt, wird ziemlich schnell deutlich: Lediglich zwei Prozent aller Rauchenden in Deutschland greifen überhaupt zu Zigarren oder Zigarillos – das entspricht gerade mal 0,4 Prozent der gesamten Befragten. Vor allem Männer ab 45 Jahren bilden dabei das Gros der Genießer, also weit weg von jugendlichen Erstkonsumenten oder riskantem Rauchverhalten unter Heranwachsenden. Bodo Mehrlein, Geschäftsführer des Zigarrenverbands, wundert das kaum: Seit jeher, so betont er, seien Zigarren und Zigarillos eher seltene Spezialitäten – kein Massenprodukt und schon gar kein jugendlicher Einstieg in die Nikotinwelt. Schon das Eurobarometer der EU hatte gezeigt, dass diese Produkte fast nur zur gelegentlichen Entspannung älterer Frauen und Männer dienen. Für kommende EU-Regeln im Tabakbereich ist das von Bedeutung: Sie müssen die Eigenart von Zigarren und Zigarillos anerkennen, fordert der Verband. Wer erwachsen ist und sich gelegentlich den Luxus eines Zigarrenabends gönnt, soll das weiterhin tun können – solange der Jugendschutz nicht eingeschränkt wird. Den vollständigen Mikrozensus-Bericht findet man übrigens online beim Zigarren-Verband. Auch in der Öffentlichkeit versucht der Verband, immer wieder darauf hinzuweisen, dass ein bewusster und gelegentlicher Genuss – falls schon jemand raucht – am wenigsten schadet. Mehr Informationen und Kontakte gibt es über die offizielle Webseite des Verbandes.

Die aktuellen Zahlen belegen erneut, dass Zigarren und Zigarillos praktisch keine Rolle beim Konsumverhalten Jugendlicher spielen, was sowohl die Aussagen des Bundesverbands als auch unabhängige Ergebnisse des Eurobarometers bestätigt. Im europäischen Kontext ist diese Entwicklung besonders bedeutsam, da die EU bei der Verschärfung von Tabakregulierungen immer stärker zwischen klassischen Zigaretten und Genusserzeugnissen wie Zigarren differenziert. Es gibt weiterführende Debatten, ob Genussmittel wie Zigarren mit neuartigen Tabakprodukten reguliert werden sollten, insbesondere weil E-Zigaretten und Nikotinbeutel – im Gegensatz zu Zigarren – zunehmend von jungen Menschen genutzt werden. Neue Entwicklungen zu Tabakkonsum und Regulierung: - Der Gesetzgeber diskutiert verstärkt, wie Tabak- und Nikotinprodukte klassifiziert werden und auf welche Weise der Jugendschutz konsequent durchgesetzt werden kann (Quelle: Spiegel, Süddeutsche). - Diskussion über die wirtschaftlichen Folgen strengerer Tabakvorschriften für Mittelständler zieht sich weiter durch politische und gesellschaftliche Foren, mit der Forderung nach differenzierten Ansätzen für verschiedene Produktgruppen (Quelle: Zeit, FAZ). - Die Forschung beobachtet, dass sich alters- und konsumtypische Muster verstärken und klassische Genussprodukte weiter an Bedeutung verlieren, während Alternativformen wie E-Zigaretten den Markt verändern (Quelle: taz, DW).

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