Februar: US-Arbeitslosenquote steigt auf 4,4 Prozent – Stellenabbau in mehreren Sektoren

Im Februar hat die US-Arbeitslosenquote zugelegt und liegt nun bei 4,4 Prozent – damit steigt auch die Sorge um die Entwicklung auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt.

heute 14:56 Uhr | 6 mal gelesen

Das Arbeitsministerium in Washington hat am Freitag neue Zahlen veröffentlicht: Im Vergleich zum Januar (da lag sie bei 4,3 Prozent) ist die Arbeitslosenquote in den USA leicht auf 4,4 Prozent geklettert. Die Menge der offiziell arbeitslosen Menschen nahm von 7,4 auf 7,6 Millionen zu. Interessant oder auch beunruhigend – je nach Standpunkt – ist vor allem, dass im Februar 92.000 Jobs jenseits der Landwirtschaft weggefallen sind. Besonders betroffen: Das Gesundheitswesen und die Bundesverwaltung mussten Personal abbauen. Die Zahl langzeitarbeitsloser Menschen, also jener, die schon lange nach einem neuen Job suchen, stieg ebenfalls von 1,8 auf 1,9 Millionen. Eine kleine Randnotiz am Rande: Für Börsianer und Investoren weltweit sind diese Daten fast so etwas wie Wetterberichte am Morgen: Sie beeinflussen, wie Märkte reagieren. Ein robuster Arbeitsmarkt (in Verbindung mit hoher Inflation) macht Zinssenkungen unwahrscheinlicher – für Banken, Aktienmärkte und auch für alle, die auf billige Kredite hoffen, keine ganz unwichtige Sache. Wer sich also fragt, warum ein Prozentpunkt so große Wellen schlägt: Es hat viel mit Erwartungen und Spekulationen zu tun.

Kurzum: Die US-Arbeitslosenquote steigt im Februar moderat auf 4,4 Prozent. Insbesondere im Gesundheitswesen und bei der Bundesverwaltung wurden viele Jobs abgebaut. Bemerkenswert ist, dass auch die Zahl der Menschen, die besonders lange schon ohne Arbeit sind, leicht anstieg – ein Zeichen dafür, dass der Arbeitsmarkt einigen Menschen einfach wenig neue Chancen eröffnet. In den letzten 48 Stunden wurde berichtet, dass die Federal Reserve weiterhin mit Zinssenkungen zögert, gerade weil der Arbeitsmarkt zwar abkühlt, aber noch keine dramatische Abschwächung zeigt. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit an den Börsen, weil in Teilen der Wirtschaft – etwa in Technologie oder im Einzelhandel – die Beschäftigung stabil bleibt oder sogar wächst, wohingegen traditionelle Sektoren wie Produktion und Verwaltung unter Druck geraten. Beobachter weisen außerdem darauf hin, dass regionale Unterschiede, zum Beispiel zwischen Küstenstaaten und dem mittleren Westen, bei der aktuellen Entwicklung eine wachsende Rolle spielen.

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