Auf dem Petersburger Wirtschaftsforum hielt Putin sich zunächst bedeckt zu Selenskyjs offenem Brief. Erst später, in einer Gesprächsrunde nach seiner Rede, deutete er an, dass er den Brief zwar am Vortag registriert, aber nur oberflächlich überflogen habe. Interessanterweise erwähnte er, dass Selenskyj auf sein Alter einging, doch für Putin zählt vor allem, dass die eigentliche Arbeit solide gemacht wird. Ein Treffen? Putin winkt ab. Immerzu verhandeln sei nichts wert, wenn am Ende keine substanziellen, tragfähigen Vereinbarungen stehen. "Ein Treffen nur um des Treffens willen bringt keinen Fortschritt", so seine Kritik. Bemerkenswert: Den Namen Selenskyj sprach Putin kein einziges Mal aus – er sprach stattdessen pampig vom "Absender des Briefes". Irritiert zeigte er sich darüber, dass die Ukraine „nicht wolle“, dass die Trump-Regierung, sollte sie wieder ins Amt kommen, als Vermittler auftrete. Dankbarkeit für Trump ließ er allerdings durchblicken – gemischt mit Skepsis und der Bemerkung, dass noch Klärungsbedarf bestehe. Im Übrigen sei es ein Fehler der Ukraine gewesen, die Korrespondenz öffentlich zu machen. Währenddessen vermeldet Paris, dass die Staats- und Regierungschefs Frankreichs, Deutschlands und Großbritanniens gemeinsam mit Selenskyj in London über weitere Unterstützung für die Ukraine beraten werden. Ziel: Die westliche Abstimmung stärken – und den Druck auf Moskau erhöhen. Laut Élysée-Palast steckt Russland in einer Sackgasse: weder an der Front noch wirtschaftlich komme man weiter, so der Tenor.
Putin betonte auf dem Petersburger Wirtschaftsforum, dass er zwar kein grundsätzliches Nein zu Gesprächen ausspricht, aber keine Hoffnung auf ein Treffen nur aus symbolischen Gründen sieht. Der russische Präsident stellt langfristige, substanziell ausgehandelte Lösungen über persönliche Treffen, während er Selenskyj nicht einmal namentlich erwähnt – was als Zeichen mangelnder Wertschätzung gewertet werden kann. Aktuelle Medienberichte zeigen, dass die Ukraine versuchen will, mit Unterstützung der Staats- und Regierungschefs aus Frankreich, Deutschland und Großbritannien weiterhin Druck auf Russland auszuüben.
Neue Nachrichtenquellen berichten, dass Russland trotz enormer Ressourcenverluste weiter in der Ukraine stagniert. Zeitgleich verstärken internationale Partner ihre Unterstützung für Kiew, wie etwa der Plan für zusätzliche Flugabwehrsysteme und militärische Hilfslieferungen, und Diskussionen zur Stärkung der heimischen Rüstungsindustrie laufen auf Hochtouren. Analysen betonen, dass Putins kompromisslose Haltung auch mit innenpolitischem Kalkül zu tun hat – ein Nachgeben könnte als Schwäche ausgelegt werden. (Recherchen zeigen zudem: Es gibt widersprüchliche Lesarten innerhalb der russischen Führung, wie weiter mit der Ukraine verfahren werden soll.)