Der Mai 2026 bringt, nach offiziellen Zahlen von Destatis, einen Zuwachs beim preisbereinigten Auftragseingang im Bauhauptgewerbe von 3,3% gegenüber April. Die Entwicklungen verlaufen dabei uneinheitlich: Während der Hochbau überraschend Rückgänge verzeichnete, legte der Tiefbau stark zu. Betrachtet man längere Zeiträume, sind die Wachstumsraten überwiegend positiv; auf Jahresbasis nimmt die Zahl der Aufträge in beiden Sparten zu, der Umsatz jedoch hinkt der Dynamik sichtbar hinterher. Die gemeldete Personalsteigerung um 1,5% steht im Kontrast zu gleichzeitig rückläufigen realen Umsätzen – was unter anderem auf gestiegene Preise sowie ein weiterhin schwieriges Marktumfeld schließen lässt. Weitere Details aus aktuellen Recherchen: Die Baubranche steht derzeit unter erheblichem Druck durch verschärfte Finanzierungsbedingungen, gestiegene Materialkosten sowie eine schleppende Nachfrage im Wohnungsbau. Trotzdem meldet der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, dass öffentliche Investitionen, etwa in Infrastruktur und Klimaschutz, viele Betriebe vor schwereren Rückgängen bewahren. Neue Daten von Immobilienportalen deuten zudem darauf hin, dass vor allem der soziale Wohnungsbau regional anzieht, während bei privaten Bauherren häufig abgewartet oder verschoben wird.