Die Entwicklung der Inflation bewegt aktuell viele – und auch im August 2026 gibt es von Destatis neue Zahlen dazu: 2,9 Prozent beträgt die Teuerung im Vergleich zum Vorjahresmonat. Ein Wert, der auf den ersten Blick wenig dramatisch erscheint, sich aber in den alltäglichen Ausgaben durchaus bemerkbar macht.
Energiepreise gehen steil – Entlastung bei Gas & Strom
Wer den Preisanzeigen an Tankstellen misstrauisch beobachtet, hat recht: Vor allem Kraftstoffe schossen zuletzt weiter in die Höhe, maßgeblich getrieben durch die geopolitische Lage (Stichwort Iran-Konflikt). Insgesamt schossen Energieprodukte im Jahresvergleich um satte 10,5 Prozent nach oben – der höchste Anstieg seit über drei Jahren. Kurios eigentlich: Während Öl und Sprit immer teurer werden, geben Strom und Gas nach – nicht zuletzt durch politische Interventionen wie Preisbremsen.
Alltag zwischen Preissprüngen und Rabatten
Beim genaueren Blick auf den Einkaufskorb wird’s bunt: Eier explodieren preislich förmlich (+15,2 Prozent), während Butter-Billigpreise (-29,9 Prozent) herrschen. Auch das frische Gemüse geht ins Geld, aber Speiseöle und Molkereiprodukte werden günstiger. Was bleibt, ist ein ziemlicher Flickenteppich – niemand kann mehr sicher sagen, ob der nächste Einkauf teurer oder billiger wird als der letzte.
Stabilisierung oder neue Dynamik?
Preise für Dienstleistungen steigen breit, allen voran soziale Einrichtungen und Reisen. Die Kaltmieten ziehen weiter an (+1,9 Prozent), aber immerhin deutlich schwächer als Energie und Kraftstoffe. Die berühmte „Kerninflation“, also der Preisschub ohne Energie und Lebensmittel, liegt mit 2,4 Prozent sogar etwas unter dem Durchschnitt. Irgendwie schwingt da ein „Alles nicht so wild wie 2022“ in der Luft, aber wirklich beruhigend wirkt das noch nicht.
Spielraum für die Politik, aber Unsicherheit bleibt
Was diesen Zuwachs „unter der Drei“ bedeutet: Die EZB kann gelassener agieren, muss aber wachsam bleiben. Die große Frage bleibt, wie sich Energiepreise weiter entwickeln. Ein Lichtblick für viele bleibt: Zumindest im Supermarkt wird die Preisexplosion zur Abwechslung fasst mal gestoppt – auch das war mal anders.