Berliner AfD will die Vergabe geförderter Wohnungen nach Wahl neu regeln

Die AfD Berlin plant, geförderte Mietwohnungen nach einem eigenen Punktesystem zu vergeben – doch wer als "Berliner" gilt, soll erst nach dem Urnengang entschieden werden. Die Parteichefin Kristin Brinker bleibt dabei vage und lässt vieles offen.

heute 05:02 Uhr | 3 mal gelesen

Die Berliner AfD sorgt mit einem ungewöhnlichen Wohnraum-Konzept für Wirbel: Wer genau einen Anspruch auf geförderte Wohnungen haben soll, will die Partei erst festlegen, wenn die Wahl vorbei ist.

Wer ist hier eigentlich Berliner?

Parteichefin Kristin Brinker bleibt bei dieser zentralen Frage ausweichend. Ihrer Ansicht nach verdient den Status 'Berliner' jede Person, die "diese Stadt trägt" – nennen wir das mal: Menschen, die im Pflegebereich, Handwerk oder bei der Polizei tätig sind. Wirklich klar definiert? Eher nicht.

Punkte für Zugehörigkeit? Die AfD will’s versuchen

Der Vorschlag liest sich wie eine Hypothek aus Wahltaktik: Laut AfD-Wahlprogramm soll ein Punktesystem her, bei dem Einheimische, also Menschen, die in Berlin geboren sind oder schon lange hier leben, Vorrang bekommen. Gewichtet werden außerdem Einkommen, Kinder, familiäre Pflegeleistungen und systemrelevante Berufe. Zumindest klingt das nach Formalismus – die Ausführung allerdings bleibt nebulös.

Ausgrenzende Kanten im Konzept

Dabei bleibt nicht verborgen, welche Gruppen durchs Raster fallen sollen. Brinker erwähnt ausdrücklich, dass beispielsweise Geflüchtete, die aus Unterkünften in städtische Wohnungen umziehen, nach dem AfD-Modell keinen Vorrang hätten. Ein Schelm, wer dabei an bestimmte politische Schlagworte denkt.

Zwischen Gesetz und Gesellschaft

Hintergrund all dessen ist ein Berliner Wohnungsmarkt, auf dem der Begriff "Anspannung" fast schon verharmlosend klingt. Geförderte Wohnungen und Bestände der Stadt sind eh knapp – da liegt Streitstoff in der Luft. Nachdenken muss man aber auch: Wie rechtssicher und verfassungsmäßig wäre solch eine neue Rangordnung wirklich?

Das große politische Spiel

Die AfD schiebt die wirklich kontroverse Debatte – nämlich, wie Zugehörigkeit zur Stadt für soziale Leistungen definiert wird – erst einmal auf. Das Thema eignet sich für schnellen Wahlkampf, die eigentliche Brisanz dürfte aber erst nach der Wahl zum Problem werden, vor allem bei rechtlichen Prüfungen und öffentlicher Diskussion.

Kernpunkte und weitere Entwicklungen

Die Berliner AfD schlägt vor, staatlich geförderte Wohnungen nach einem selbst entworfenen System zu vergeben: Wer Berliner ist, soll mehr Rechte erhalten, wobei die genaue Definition erst nach der Wahl erfolgen soll. Experten und andere Parteien sind kritisch – sie bemängeln mangelnde Rechtssicherheit, potenzielle Diskriminierung und offene Flanken bei der Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz.

Neuzugänge aus aktuellen Medien

In anderen Bundesländern gibt es ähnliche Debatten. Aktuell thematisieren viele Medien, dass Migrations- und Herkunftsfragen vermehrt in Sozialpolitik und Wohnungsbau Einzug halten – insbesondere im Zuge zunehmender Wohnungsknappheit (vgl. u.a. Quelle: Die Zeit). Die Diskussion in Berlin fällt damit in einen breiteren Trend, bei dem das Ringen um soziale Ressourcen immer wieder an das Prinzip Zugehörigkeit gekoppelt wird.

Weitere Auffälligkeiten

In der aktuellen Presselandschaft (s.u. Erweiterung) wird betont, dass die AfD mit ihrem Plan versucht, Wahlkampfthemen zuzuspitzen. Die genaue Ausgestaltung, aber auch rechtliche Hürden und drohende Klagen könnten nach dem Wahltag noch für Turbulenzen sorgen.

Weitere Details aus aktuellen Quellen:

In diversen Medien-Artikeln der letzten 48h wird mehrfach angemerkt, dass Fragen der sozialen Gerechtigkeit, das Verhältnis von Einheimischen zu Zugezogenen sowie die Verteilung von Förderung und Sozialleistungen nicht nur die Berliner Politik beschäftigen. Vielmehr erleben zahlreiche Städte, dass soziale Konfliktlinien durch Verteilungskämpfe bei knappen Ressourcen wie Wohnraum weiter verschärft werden, und Parteien wie die AfD teils gezielt auf diese Entwicklungen setzen.

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