VW-Rochade: Kehrt Marianne Heiß zurück in den Aufsichtsrat?

Bei Volkswagen bahnt sich womöglich das nächste Personal-Kapitel an: Marianne Heiß könnte wieder einen Platz im Aufsichtsrat ergattern – zu einer Zeit, in der im Konzern wirklich wenig sicher scheint.

heute 11:00 Uhr | 2 mal gelesen

Manchmal fühlt es sich an, als würden sich die Ereignisse im Kreis drehen. Plötzlich steht Marianne Heiß, die schon einmal im VW-Aufsichtsrat saß, erneut auf dem Sprung in ebenjenes Gremium – kaum dass ihre Nachfolgerin Susanne Wiegand sich im Sessel eingerichtet hatte.

Ungewisse Personalrochade

Zwar gibt es noch kein endgültiges Go, doch im Hintergrund ist unverkennbar Bewegung. Das letzte Wort hat das Amtsgericht Braunschweig – dort gibt man sich bislang betont schweigsam. Volkswagen selbst vermeidet jegliches Ausschmücken: Auf direkte Nachfragen kommt nicht viel mehr als höfliches Achselzucken.

Parallel-Ämter und Erfahrung

Heiß ist ohnehin keine Unbekannte in Sachen Aufsicht: Sie sitzt auch bei Audi und Porsche SE in Kontrollgremien. Sollte es tatsächlich zur Rückkehr bei VW kommen, dürfte sie beim spannungsgeladenen Treffen im September direkt wieder viel Verantwortung auf den Schultern spüren.

Die Lage bleibt angespannt

Im Aufsichtsrat von Volkswagen brodelt es unterdessen gewaltig – fast wie in einem chaotischen Strategiespiel. Vorstandschef Oliver Blume jongliert mit deutlich mehr als einem Entwurf für die Zukunft, und die Fronten könnten kaum klarer verlaufen: Arbeitnehmer gegen Unternehmensführung, Niedersachsen mit eigenem Kopf mittendrin. Hinter verschlossenen Türen ist längst nicht alles im Lot – so viel ist klar.

Ob Marianne Heiß wirklich erneut in den VW-Aufsichtsrat einzieht, bleibt spannend – das Amtsgericht Braunschweig dürfte bald zum Zünglein an der Waage werden. Die Unsicherheit im Unternehmen ist hör- und spürbar: Bei Volkswagen gehen strategische Fragen und Personalien inzwischen Hand in Hand, und die kommenden Sitzungen könnten entscheidende Weichen stellen. Mit ihrer Beratungs- und Führungserfahrung aus Mandaten bei Audi und Porsche bringt Heiß möglicherweise die Mischung aus Fingerspitzengefühl und Durchsetzungsvermögen mit, die im September dringend benötigt werden könnte. Recherchiert man in jüngsten Medien, lassen sich weitere Facetten ergänzen: Die SZ betont die wachsende Unsicherheit unter VW-Beschäftigten, angesichts der ungelösten Zukunftsfragen und politischem Druck durch Anteilseigner. Zeit Online rückt das Comeback erfahrener Führungskräfte wie Heiß in den Fokus und sieht in ihrer Expertise einen potenziellen Stabilisator im Konzern. Die FAZ verdeutlicht, dass Niedersachsen politisch ein erhebliches Wörtchen mitredet, und so auch die Strategieentscheidungen in eine ungewisse Richtung drängen.

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