ADAC befürchtet mehr Stau durch Lockerung des Lkw-Sonntagsverbots

Mit der zeitweiligen Abschaffung des Lkw-Fahrverbots an Sonn- und Feiertagen aufgrund der niedrigen Wasserstände rechnet der ADAC mit einer Zunahme von Staus auf Autobahnen. Gerade an neuralgischen Punkten könnte das Verkehrsaufkommen für Autofahrende zum Nervenspiel werden, ließ der Automobilclub laut 'Rheinischer Post' verlauten.

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Was sich zunächst nach einer Erleichterung für die Transportbranche anhört, sieht der ADAC zumindest für Reisende und die vielstrapazierte Autobahn-Infrastruktur kritisch. Durch das temporäre Ende der Lkw-Beschränkungen an Wochenenden werden Engpässe wahrscheinlicher und die Straßen in Mitleidenschaft gezogen – vielleicht ist das dann der Augenblick, wo man die Geduld wieder neu erfinden muss. Trotzdem: Die außergewöhnliche Situation mit dem niedrigen Wasserstand auf deutschen Flüssen macht diese Entscheidung aus Sicht des Clubs nachvollziehbar. Ohne diese Maßnahme würde sich der Rückstau der Waren eher verschärfen. Allerdings pocht der ADAC darauf, dass die Regelung nur vorübergehend gilt und die grundlegenden Anforderungen an Sicherheit, insbesondere Pausen und Ruhezeiten, nicht verwässern. Ein Balanceakt zwischen Notwendigkeit und Risiko – wie so oft im Verkehr.

Die Situation auf den deutschen Autobahnen könnte sich in den nächsten Wochen deutlich zuspitzen: Mit der Aufhebung des Lkw-Fahrverbots an Sonn- und Feiertagen, die Bundesverkehrsminister Steffen Bilger im Zuge der Niedrigwasserkritik angestoßen hat, wächst das Risiko für Staus auf den ohnehin stark frequentierten Fernstraßen erheblich. Der ADAC sieht neben einer höheren Belastung der Infrastruktur auch die Sicherheit im Fokus – besonders Fahrerpausen und Ruhezeiten dürften nicht auf der Strecke bleiben. Aktuell läuft die Debatte, ob solche Ausnahmeregelungen häufiger als Kriseninstrument dienen sollten oder ob sie den ohnehin fragilen Straßenverkehr mit langfristigen Belastungen überfordern. In aktuellen Hintergrundartikeln wird zudem angesprochen, dass Engpässe in der Lieferkette nicht allein durch das Niedrigwasser entstehen, sondern zunehmend mit den seit Monaten laufenden Baustellen auf den Hauptautobahnen verschmelzen – was die Lage verschärft.

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