Drohnen als Risiko: Flughäfen fordern schnelleren Schutz

Lars Redeligx, Sprecher des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, fordert entschiedene und zügige Maßnahmen gegen die Gefahr durch Drohnen an deutschen Flughäfen.

heute 12:40 Uhr | 2 mal gelesen

Die Nerven liegen blank, wenn es um Drohnen und Flughäfen in Deutschland geht. Wer in den letzten Wochen die Nachrichten verfolgt hat, weiß: Drohneneinflüge sind kein Hirngespinst, sondern sehr reale Zwischenfälle – und sie häufen sich.

Neue Realität: Drohnen als Millionen-Problem

Man lernt schnell, dass aus kleinen Störenfrieden schnell große wirtschaftliche Schäden entstehen können. Redeligx bringt es ganz ungeschminkt auf den Punkt: Schon jetzt stehen für das Jahr 2025 satte 60 Millionen Euro direkte Kosten im Raum, wenn Flughafenabläufe ins Stocken geraten. Längerfristig können durch Folgekosten und Störungen weit mehr als 150 Millionen Euro zusammenkommen – eine Zahl, bei der einem nicht mehr nach Smalltalk zumute ist.

Schutzsysteme – keine Zeit für Träume

Die Politik beteuert, Großflughäfen würden vorrangig geschützt. Klingt ambitioniert, aber Redeligx bleibt skeptisch: Versprechen allein verhindern keine Unterbrechungen. Ausschreibungen, Bewilligungen, neue Anlagen – es zählt jeder Tag, damit Technik und Verwaltung nicht weiter hinterherhinken.

Nicht nur die Großen sind verwundbar

Was mich überrascht: Es geht nicht nur um Frankfurt oder München. Kleine Regionalflughäfen werden oft übersehen, dabei sind gerade diese für Bundeswehr oder medikale Notfälle oft essenziell. Kurz gesagt, unter dem Radar fliegen kann teuer werden.

Zahlen, Gebühren und Abwanderung – das andere Problem

Finanziell brodelt es sowieso: Redeligx fordert sogar eine Abschaffung der Luftverkehrssteuer – pro Flugticket seien das 15 Euro mehr als im EU-Schnitt. Nicht verwunderlich, dass Ryanair und Co. ausweichen: Seit 2019 haben Billig-Airlines 60 Flugzeuge aus Deutschland abgezogen, Jobs blieben auf der Strecke. Manchmal ist Steuerpolitik eben nicht nur trockene Theorie, sondern gelebte Arbeitsplatzvernichtung.

Fazit: Schneller handeln und die Realität anerkennen

Die Botschaft ist eindeutig: Flughäfen in Deutschland brauchen dringend bessere Drohnen-Abwehr – und zwar an allen Standorten. Stillstand bedeutet Millionenverluste und droht, den deutschen Luftverkehr ins Hintertreffen geraten zu lassen.

Redeligx schlägt Alarm – und das zurecht: Die Bedrohung durch Drohnen hat eine dramatische Dimension angenommen, wie die aktuellen Zahlen und Vorfälle beweisen. Die Forderung nach zügigen, standardisierten Abwehrsystemen steht, besonders da wirtschaftliche Schäden und das Ausweichen von Airlines eine ernste Gefahr für die deutschen Flughäfen darstellen. Während Politik und Betreiber hadern, brauchen große und kleine Airports gleichermaßen nachhaltigen Schutz, sonst bleibt Deutschland im internationalen Vergleich zurück. Neueste Stimmen aus führenden Medien unterstreichen die Dringlichkeit: Die Süddeutsche Zeitung berichtet über wachsende Antidrohnen-Technik und deren schleppende Einführung; klare Standards fehlen weiterhin. Bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wird die mangelnde Abstimmung der Behörden und die zunehmende private Drohnennutzung als zusätzliche Gefahr benannt; rechtliche Unsicherheiten stehen der schnellen Umsetzung im Weg. Laut Zeit zeigen sich die ökonomischen Folgen mit erschreckender Klarheit – vor allem mittlere und kleine Flughäfen sind empfindlich getroffen, und bestehende Schutzmaßnahmen gelten bereits jetzt als lückenhaft.

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