Grenzfluss Bhotekoshi: Verheerende Sturzflut in Nepal – Hunderte als vermisst gemeldet

Eine gewaltige Sturzflut hat das Gebirgsgebiet rund um den Grenzfluss Bhotekoshi zwischen Nepal und Tibet überrascht. Mehr als 380 Menschen gelten nach offiziellen Angaben als verschwunden – viele davon kommen aus dem Ausland.

heute 13:33 Uhr | 2 mal gelesen

Was eigentlich nach einem typischen Morgen im Schatten des Himalaya aussah, wendete sich binnen Momenten: Eine Sturzflut fegte vom Gebirge herab und brachte innerhalb kürzester Zeit alles durcheinander. Die herumliegende Leichtigkeit, mit der das Flussufer tags zuvor noch gewirkt hatte, war plötzlich ausgelöscht – und in den Zeitungen steht seitdem vor allem eins: Angst, Unsicherheit, Fragen ohne Antwort.

Suchende Lieben, offene Zahlen

Die Behörden sprechen bereits von tragischen Todesfällen, aber kaum jemand wagt Prognosen, wie viele Schicksale das Wasser wirklich mit sich gerissen hat. Man kennt es von ähnlichen Katastrophen in der Region: Die Bilanz wächst oft noch langsam, beinahe stoisch.

Verzweifeltes Hoffen und Hindernisse

Polizei wie Militär werfen alles in die Waagschale, doch die Zahlen bleiben abstrakt, während draußen Menschen nach Angehörigen suchen. Von den 384 Vermissten sind knapp 300 Ausländer – ein internationaler Querschnitt, wie er in Nepals Bergen öfter zu finden ist. Übergriffe der Natur kennen eben keine Pässe.

Globales Schicksal, lokale Folgen

Die Liste der Nationen liest sich wie eine Reiselustigen-Galerie: Briten, Inder, US-Amerikaner – aber auch Australier, Südafrikaner, Malaien. Etliche Betroffene entziehen sich bislang der genauen Zuordnung. Wer inmitten des Chaos noch nach Nationalitäten fragt, hat den Blick fürs Wesentliche kaum behalten – Menschsein verdrängt Herkunft.

Ernüchterung am Vorabend einer neuen Katastrophe?

Rettungsteams hoffen auf ein Wunder. Die Menschen nahe Kathmandu wissen längst, dass der Horror von Fluten, Erdrutschen, Erdbeben zum Alltag dazugehört – aber die Müdigkeit, die solchen Notfällen folgt, schmeckt immer gleich bitter.

Nach der plötzlichen Sturzflut am nordöstlichen Rand Nepals stehen Behörden, Helfer und Angehörige vor der enormen Schwierigkeit, mehr als 380 Menschen, darunter über zwei Drittel ausländischer Touristen, aufzuspüren. Laut aktuellen Medienberichten ist die Anzahl der Todesfälle auf mindestens 80 gestiegen, und viele entlegene Orte sind weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten – insbesondere durch eingestürzte Brücken und blockierte Straßen. Internationale Hilfskräfte sind inzwischen beteiligt, doch auch zwei Tage nach Beginn der Katastrophe bleibt die Lage in vielen Teilen der Region unübersichtlich und prekär. Neue Informationen aus verschiedenen aktuellen Berichten zeigen, dass die anhaltenden monsunartigen Regenfälle Rettungsarbeiten massiv behindern; Hubschrauber-Einsätze scheitern immer wieder an dichtem Nebel oder heftigem Niederschlag. Laut jüngster Einschätzung der FAZ steht die Himalaya-Region zunehmend im Fokus des Klimawandels, denn solche Sturzfluten werden Experten zufolge künftig noch häufiger erwartet. Die aussichtslose Lage vieler Angehöriger, die über soziale Medien oder Hotlines Informationen suchen, unterstreicht die Dramatik des Ereignisses ebenso wie Berichte über zerstörte Hotels, Wanderwege und Dörfer entlang des Flusses.

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