Nina Warken wird neue Kanzleramtschefin – Lob und leise Erwartungen

Anja Weisgerber (CSU), stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, zeigt sich angetan von der geplanten Kabinettsänderung durch Oppositionsführer Friedrich Merz. Besonders hebt sie Nina Warken hervor, die eine beeindruckende Vita und Tatkraft mitbringe.

vor 50 Minuten | 1 mal gelesen

Was Gerüchteküche und politische Kreise bereits vermutet haben, ist nun offenbar beschlossene Sache: Nina Warken (CDU), bislang Bundesgesundheitsministerin, rückt auf ins Kanzleramt und wird dessen neue Chefin. Anja Weisgerber wundert das wenig. "Nina ist jemand, die in schwierigen Lagen die Nerven behält und trotzdem alle Fäden beisammenhält – solche Leute braucht es im Machtzentrum", meint Weisgerber im Gespräch mit der Funke-Mediengruppe. Tatsächlich hat Warken in den letzten Monaten immer wieder durch pragmatische Lösungsansätze von sich reden gemacht, insbesondere in der Gesundheitspolitik. Überhaupt besteche sie durch ihr Netzwerk und die Bereitschaft, harte Entscheidungen auch mal mit einer Prise Humor zu erklären – Minipausen inklusive. Ihren Platz im Gesundheitsministerium soll nun Carsten Linnemann, Generalsekretär der CDU, übernehmen. Auch hierzu gibt es positive Worte von Weisgerber: Sie schätzt seine Energie, sein Händchen für Sozialpolitik und sieht ihn quasi schon als würdigen Nachfolger am Start. "Er bringt genau die Macher-Mentalität mit, die bei den anstehenden Reformen verlangt ist", meint sie und lässt durchschimmern, dass der Wechsel fast schon überfällig war. Einem gesunden Menschenverstand folgt manchmal eben auch ein Personalwechsel.

Die geplante Kabinettsumbildung mit Nina Warken als neue Kanzleramtschefin und Carsten Linnemann als Gesundheitsminister stößt in den eigenen Reihen überwiegend auf Zustimmung. Neben Weisgerber loben auch andere Unionspolitiker Warken für ihr Verhandlungsgeschick, ihre Besonnenheit und ihre Fähigkeit, in heiklen Situationen einen klaren Kopf zu bewahren – Tugenden, die im politischen Alltag oft entscheidend sind. Laut anderen Medienberichten zieht Merz mit dieser Neuaufstellung die Zügel für künftige parlamentarische Initiativen an; spekuliert wird zudem, dass damit die Union fraktionsübergreifend gestärkt werden soll. Kurios am Rande: In sozialen Netzwerken ist die Bestellung Warkens auch Thema, wobei die Bandbreite der Kommentare von euphorisch bis skeptisch reicht. Aktuelle Recherchen aus überregionalen Zeitungen berichten außerdem, dass sich die Bundesregierung – unabhängig von der Union – derzeit mit einer generellen Vertrauenskrise konfrontiert sieht, was die Bedeutung personeller Klarheit im Kanzleramt noch verstärkt. Zudem wird Warken attestiert, in parlamentarischen Ausschüssen zuletzt immer stärker Akzente gesetzt zu haben, etwa in Fragen der Digitalisierung und Pandemiebewältigung. Die Ernennung signalisiert eine politische Kursbestimmung in Richtung Pragmatismus und stärkere Bündelung der Kompetenzen im Kanzleramt.

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