Kaum Hoffnungsschimmer: Kauflaune der Deutschen bleibt auf der Bremse

Die Stimmung unter den deutschen Verbraucherinnen und Verbrauchern ist weiterhin von Unsicherheit und Zurückhaltung geprägt.

heute 08:02 Uhr | 1 mal gelesen

Manchmal frage ich mich, ob Konsumlaune und Wetter in Deutschland denselben Kalender haben. Jedenfalls bleibt das Konsumklima laut neuesten Zahlen von GfK und NIM ziemlich trüb – der Index rutscht leicht um 0,3 Punkte nach unten. Interessant ist: Während die Leute in den letzten Monaten ihre Einkommensentwicklung etwas optimistischer sahen, gibt es nun wieder einen kleinen Dämpfer. Die Einkommenserwartungen sinken auf -14,5 Punkte; ein Wert, der signalisiert: Zuversicht sieht irgendwie anders aus. Andererseits, wenn man einen Blick auf die Sparneigung wirft – und auch das ist ja typisch deutsch –, gibt's einen klaren Anstieg: plus 3,1 Punkte, jetzt bei 17. Zum Vergleich: Die vergangenen zehn Jahre war man im Schnitt ordentlich sparfaul mit -24 Punkten. Heutzutage aber: Sparschwein füttern, als wäre schon Winter. Analysten meinen, das hänge mit der aktuellen Wirtschaftsunsicherheit zusammen. Was auffällt: Etwas mehr Leute trauen sich wieder, größere Anschaffungen zu planen. Die Anschaffungsneigung klettert auf -9,9 Punkte – klingt erstmal nach Aufwärtstrend, doch wirkliches Konsumfieber? Eher Fehlanzeige. Oder wie Rolf Bürkl vom NIM lapidar festhält: 'Die Anschaffungsneigung bleibt sehr verhalten.' Doch ganz ohne Lichtblick ist die Lage nicht. Die Konjunkturerwartungen steigen nämlich zum dritten Mal hintereinander, auch wenn sie noch deutlich unter Null dümpeln. Es könnte also sein, dass so langsam wieder Hoffnung zurückkehrt – aber die Angst vor wirtschaftlicher Verschlechterung bleibt hartnäckig im Hinterkopf vieler Menschen sitzen. Nicht zu vergessen: Der Sprit ist teurer geworden, nachdem der Tankrabatt ausgelaufen ist. Das schlägt direkt auf die Inflationserwartungen durch – ein Indikator, der um 0,8 Punkte zulegt. Zusammengefasst: Verbraucherzukunft bleibt schwierig, das Klima in deutschen Portemonnaies ist weiter frostig.

Die Konsumstimmung in Deutschland verharrt auf einem durchweg schwachen Niveau. Besonders die gestiegenen Preise – vor allem bei Energie und Lebensmitteln – und eine hohe Unsicherheit dämpfen die Ausgabebereitschaft der Haushalte. Neue Daten und Analysen zeigen, dass trotz kleiner Hoffnungsfunken wie einer leichten Erholung der Konjunkturerwartungen die Mehrheit die wirtschaftlichen Aussichten weiterhin skeptisch beurteilt. Die hohe Sparneigung ist ein Indiz dafür, wie sehr sich Skepsis und Vorsicht in der Bevölkerung verfestigt haben. Gerade einkommensschwache Gruppen spüren den Druck verstärkt, was laut aktueller Berichterstattung vieler Medienhäuser auch politische Sprengkraft besitzt. Expertinnen und Experten weisen darauf hin, dass erst deutliche Verbesserungen bei Reallöhnen oder eine spürbare Beruhigung der Inflation eine nachhaltige Trendumkehr bringen könnten.

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