Wirtschaftliches Wachstum in den USA fiel laut aktuellen Zahlen zum Ende von 2025 deutlich geringer aus als angenommen – nur noch halb so kräftig. Der vielbeachtete Kern-Index für Konsumausgaben (ohne Essen und Energie) kletterte im Januar wie erwartet auf 3,1 Prozent. Die Federal Reserve steckt nach wie vor im Dilemma: Eine klare Zinspolitik, die sowohl die Preisstabilität als auch maximale Beschäftigung garantiert, scheint unmöglich. Gleichzeitig stoppte ein US-Bundesrichter am Freitag die Untersuchung gegen Notenbankchef Jerome Powell. Es bestehe der Verdacht, dass Powell absichtlich mit Vorladungen unter Druck gesetzt wurde – womöglich um eine lockerere Zinspolitik zu erzwingen oder ihn zum Rückzug zu bewegen. Die von Donald Trump bei Einführung seiner Zölle angekündigte Konjunkturblüte bleibt für US-Verbraucher bis dato aus: Laut der Universität Michigan ist die Konsumstimmung im März auf dem tiefsten Stand dieses Jahres angelangt. Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs könnten Unternehmen bis zu 166 Milliarden US-Dollar an Zöllen von der Regierung zurückfordern. Dazu hat die Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) jetzt ein komplexes, vierstufiges Prüfverfahren eingerichtet. Die europäischen Währungen schwächten sich am Freitagabend ab: Für einen Euro gab’s 1,1417 Dollar, der Dollar notierte bei 0,8759 Euro. Der Goldpreis knickte ebenfalls ein und lag bei 5.015 US-Dollar je Feinunze – ein Minus von 1,6 Prozent. Dafür zogen die Ölpreise deutlich an: Ein Fass Nordsee-Brent stieg bis Freitagabend auf 103,40 US-Dollar, satte 2,9 Prozent mehr als am Vortag. Kleine Anekdote am Rande: Die Achterbahnfahrt an den Märkten sorgt immer wieder für Nervosität unter Anlegern, aber auch für eine eigentümliche Faszination, wie ruhig und gleichzeitig unberechenbar das Ganze weiterläuft.
Der US-Aktienmarkt hat am Freitag auf Konjunkturdaten und internationale Konflikte sensibel reagiert und Verluste einstecken müssen, während das Wirtschaftswachstum schwächer ausfiel als Modellrechnungen vorhergesagt hatten. Die Zinsdebatte bleibt angespannt, da die Federal Reserve sich zwischen bekämpfter Inflation und der Gefahr für den Arbeitsmarkt hin- und hergerissen sieht – erschwert durch politische Einflussversuche wie die gestoppten Ermittlungen gegen Jerome Powell. Die US-Konsumentenstimmung ist weiterhin gedämpft, nicht zuletzt wegen der ausbleibenden Effekte von Trumps Zollpolitik, während Unternehmen sich nun Hoffnung auf milliardenschwere Rückzahlungen machen; parallel erlebten Gold und Euro einen Rücksetzer, Öl verteuerte sich angesichts der geopolitischen Unsicherheiten.
Zudem berichten verschiedene deutsche Medien über eine weiterhin fragile globale Börsenlage und steigende Unsicherheiten – etwa durch neue Entscheide der US-Notenbank, noch instabile Konjunkturaussichten und immer wieder aufflackernde geopolitische Spannungen. Laut der 'Süddeutschen Zeitung' wird die Entscheidung, die Ermittlung gegen Powell zu stoppen, in den USA auch als Signal gegen politischen Druck auf unabhängige Institutionen gewertet, was für die Glaubwürdigkeit des Finanzsystems entscheidend sei. Zeitgleich analysieren aktuelle Beiträge in 'Spiegel', 'FAZ' und 'Zeit', wie stark die Erholung nach der Pandemie ins Stocken gerät und wie anhaltende politische Eingriffe, Inflationsängste sowie internationale Konflikte die wirtschaftlichen Perspektiven belasten und auf die Aktienkurse drücken.