Es ist schon seltsam, wie unterschiedlich die US-Börsen manchmal verlaufen – dieser Freitag in New York war wieder so ein Tag: Während der Dow zum Handelsschluss bei 49.499 Punkten lag und damit 0,3 Prozent eingebüßt hat, drehte der S&P 500 kurz vor Schluss mit etwa 7.230 Zählern ins Plus (+0,3 Prozent). Die Technologielastige Nasdaq, immer für eine Überraschung gut, lag zu diesem Zeitpunkt beim Nasdaq 100 mit rund 27.710 Punkten sogar um 0,9 Prozent höher. Haupttreiber: Die überraschend glänzenden Quartalszahlen der Tech-Konzerne, die scheinbar wirklich für einen anhaltenden Hype rund um künstliche Intelligenz sorgen – Anleger setzen offenbar noch auf weitere Höhenflüge. Doch im Hintergrund bleibt alles andere als Ruhe: Die geopolitische Lage, vor allem der schwelende Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran, sorgt nach wie vor für Unruhe. Angeblich hat Teheran den USA jüngst ein neues Verhandlungsangebot gemacht – Trump klingt trotzdem alles andere als begeistert. Und als wäre das nicht genug, betont der Iran nun offenbar, die Straße von Hormus kontrollieren zu wollen. Nebenbei schwächelte der Euro leicht (am Freitagabend 1,1721 US-Dollar), während der Goldpreis auch nachgab: Eine Feinunze wurde mit 4.609 US-Dollar gehandelt, was rund 126,43 Euro pro Gramm entspricht. Der Oilpreis? Auch hier Abwärtsbewegung: Brent-Öl lag am Abend, deutscher Zeit, bei 108,60 US-Dollar das Fass – 1,6 Prozent weniger als am Vortag. Börsenalltag in Zeiten kaum vorhersehbarer Weltpolitik.
Die US-Börsen präsentierten sich zum Wochenschluss uneinheitlich: Während vor allem Technologiewerte die Nasdaq nach oben gezogen haben, gab der Dow nach. Haupttreiber für die positive Technostimmung sind exzellente Quartalsergebnisse im KI-Sektor, getrübt allerdings durch geopolitische Unsicherheiten im Nahen Osten. Der Euro und Goldpreis verloren an Wert, auch der Ölpreis bewegte sich spürbar abwärts. Neueste Berichte aus US-Finanz- und Wirtschaftspresse zeigen, dass Anleger einerseits optimistisch auf Technologieunternehmen blicken, andererseits aber voller Sorge auf die brisante Lage am Persischen Golf schielen – und einige Experten warnen vor einer plötzlichen Marktstimmungskorrektur, falls sich die politischen Spannungen verschärfen. Laut aktuellen Einschätzungen der FAZ wird zudem erwartet, dass die Federal Reserve in den kommenden Monaten eine vorsichtige Zinspolitik fortsetzt, was sich günstig auf Wachstumstitel auswirken könnte. Mehrere deutsche Medien betonen außerdem, dass die globale Konjunkturentwicklung und Inflationsängste trotz aller KI-Euphorie weiterhin für Unsicherheiten an den Märkten sorgen.