US-Aktienmärkte boomen dank Pause im Iran-Konflikt

Am Mittwoch kletterten die US-Börsen spürbar, während Anleger kurz durchatmen konnten.

22.04.26 22:29 Uhr | 4 mal gelesen

Der Dow Jones schloss den New Yorker Handelstag mit 49.490 Punkten, was einem Anstieg um 0,7 Prozent entspricht. Kurz vor Börsenschluss lag der S&P 500 bei etwa 7.138 Zählern – plus 1,1 Prozent. Am kräftigsten legte erneut die Nasdaq zu: Der Nasdaq 100 notierte rund 1,7 Prozent im Plus und kam auf etwa 26.937 Punkte. Die Ursache für den Optimismus? Offenbar sorgte die verlängerte Feuerpause im Iran für spürbare Erleichterung an den Märkten. Allerdings bleibt die Lage in der Straße von Hormus angespannt, der Iran hat laut Berichten drei Frachtschiffe angegriffen. Sollte die Blockade der Meeresenge weiter andauern, könnte das für Verbraucher schnell teuer werden. In diesem Zusammenhang forderte die Internationale Energieagentur (IEA) kurzfristige politische Schritte, um den öffentlichen Verkehr und die Nutzung moderner Elektrogeräte – insbesondere bei sozial Schwächeren – zu fördern. Der Euro zeigte sich am Abend schwächer und lag bei 1,1706 Dollar. Eine Unze Gold verteuerte sich um 0,4 Prozent auf 4.738 Dollar, das entspricht gut 130 Euro pro Gramm. Der Ölmarkt blieb wie erwartet in Bewegung: Brent-Rohöl stieg um 3,0 Prozent auf 101,50 Dollar pro Fass.

Am Mittwoch haben Anleger an den US-Börsen die verlängerte Waffenruhe im Iran begrüßt und dadurch eine deutliche Erholungsrally ausgelöst. Gleichzeitig bleibt die Grundanspannung bestehen, da die geopolitische Situation in der Straße von Hormus weiterhin fragil ist – festgefahrene Schiffe und Angriffe auf Transportwege illustrieren das Risiko dauerhafter Ölpreissteigerungen. Die Internationale Energieagentur drängt europäische Regierungen darauf, insbesondere Haushalten mit geringerem Einkommen Übergänge zu nachhaltigen Technologien und öffentlichen Verkehrsmitteln finanziell zu erleichtern. Erweitert: In mehreren Wirtschaftsnachrichten wurde die Entwicklung an den Börsen im Lichte geopolitischer Unsicherheiten diskutiert. Laut taz äußern Experten Bedenken, dass eine anhaltende Störung in der Straße von Hormus die Weltwirtschaft stärker treffen könnte – da etwa ein Fünftel des globalen Ölhandels durch diese Wasserstraße läuft. Diverse Börsenexperten mahnen dennoch zur Vorsicht: Die aktuelle Börsenrallye sei fragil und könne bei erneuter Eskalation im Nahen Osten rasch einbrechen. Europa diskutiert derweil verstärkt, wie der Umbau des Energiesektors beschleunigt, die Inflation in den Griff bekommen und Sozialausgaben gezielt angepasst werden können.

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