Merz plädiert für Freihandelszone mit Afrikas Staatenbund

Friedrich Merz (CDU) hat sich am Dienstag öffentlich dafür stark gemacht, ein weitreichendes Freihandelsabkommen zwischen der EU und der Afrikanischen Union auf den Weg zu bringen. Im Rahmen des Treffens mit Mahamud Ali Jussuf, dem Kommissionschef der AU, bekräftigte Merz die Bedeutung stärkerer wirtschaftlicher Verflechtungen zwischen den Kontinenten.

heute 18:38 Uhr | 4 mal gelesen

Ein umfassender Wirtschaftsraum zwischen EU und Afrikanischer Union – das ist die Vision, mit der Merz aufhorchen lässt. Angesichts globaler Turbulenzen, von Lieferengpässen bis geopolitischer Spannungen, sieht er im Ausbau der Zusammenarbeit den besten Weg aus der Sackgasse einseitiger Abhängigkeiten. "Wir müssen nachhaltiger und breiter kooperieren – daraus lernen wir gerade in diesen unsicheren Zeiten", betonte er. Kritisch äußerte sich Merz auch zur internationalen Politikordnung: Afrika brauche endlich mehr Gehör, vor allem in den Vereinten Nationen. Eine deutsche Unterstützung für zwei permanente afrikanische Sitze im UN-Sicherheitsrat sei für ihn ein logischer Schritt. Jussuf unterstrich im Gespräch die Bedeutung Deutschlands bei Entwicklungs- und Friedensfragen für die afrikanischen Staaten. Er verwies auf die Rolle der Afrikanischen Union als zentrale Vermittlerin in aktuellen Konflikten auf dem Kontinent. "Wir verlassen uns in Europa gerade auch auf Partner wie Deutschland, besonders in Krisenzeiten", sagte Jussuf. Dass die AU weiterhin als Friedensstifterin aktiv bleiben wolle, stellte er ausdrücklich klar.

Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat sich in Berlin klar für eine engere wirtschaftliche Verknüpfung zwischen EU und Afrikanischer Union ausgesprochen: Ein umfassendes Freihandelsabkommen könne helfen, wirtschaftliche Stärken beider Seiten besser zu nutzen und wechselseitige Abhängigkeiten zu verringern. Gleichzeitig betonte Merz aus außenpolitischer Perspektive die Notwendigkeit, Afrika in internationalen Organisationen, besonders bei den Vereinten Nationen, mehr Mitsprache zu verschaffen. Mahamud Ali Jussuf, der Kommissionsvorsitzende der Afrikanischen Union, hob die strategische Partnerschaft mit Deutschland hervor und bekräftigte, dass die AU weiterhin zentrale Vermittlungsarbeit in afrikanischen Konflikten leisten werde. Aktuelle Recherchen zeigen: Die EU-Kooperationen mit der AU stehen nicht nur wegen Handelsfragen, sondern auch wegen gemeinsamer Positionen zu Sicherheit, Migration und Klimapolitik im Fokus. In den Medien wird hervorgehoben, dass der Erfolg eines Freihandelsabkommens von der Fähigkeit abhängt, Unterschiede bei Umweltstandards und Arbeitsrecht anzugleichen, sowie von der Befähigung afrikanischer Länder, ihre Industrien wettbewerbsfähig zu entwickeln. Unklar bleibt bislang, wie Deutschland oder die EU genau auf Bedenken afrikanischer Staaten etwa zu Agrarsubventionen oder Zöllen eingehen wollen.

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