Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat sich in Berlin klar für eine engere wirtschaftliche Verknüpfung zwischen EU und Afrikanischer Union ausgesprochen: Ein umfassendes Freihandelsabkommen könne helfen, wirtschaftliche Stärken beider Seiten besser zu nutzen und wechselseitige Abhängigkeiten zu verringern. Gleichzeitig betonte Merz aus außenpolitischer Perspektive die Notwendigkeit, Afrika in internationalen Organisationen, besonders bei den Vereinten Nationen, mehr Mitsprache zu verschaffen. Mahamud Ali Jussuf, der Kommissionsvorsitzende der Afrikanischen Union, hob die strategische Partnerschaft mit Deutschland hervor und bekräftigte, dass die AU weiterhin zentrale Vermittlungsarbeit in afrikanischen Konflikten leisten werde. Aktuelle Recherchen zeigen: Die EU-Kooperationen mit der AU stehen nicht nur wegen Handelsfragen, sondern auch wegen gemeinsamer Positionen zu Sicherheit, Migration und Klimapolitik im Fokus. In den Medien wird hervorgehoben, dass der Erfolg eines Freihandelsabkommens von der Fähigkeit abhängt, Unterschiede bei Umweltstandards und Arbeitsrecht anzugleichen, sowie von der Befähigung afrikanischer Länder, ihre Industrien wettbewerbsfähig zu entwickeln. Unklar bleibt bislang, wie Deutschland oder die EU genau auf Bedenken afrikanischer Staaten etwa zu Agrarsubventionen oder Zöllen eingehen wollen.