Iranischer Parlamentschef warnt vor US-Intervention

Mit scharfen Worten hat Mohammad Bagher Ghalibaf, Präsident des iranischen Parlaments, eine direkte Warnung an die Vereinigten Staaten ausgesprochen. Er drohte, US-Truppen im Falle einer Invasion schwer zu treffen – und kündigte außerdem Vergeltung gegen deren regionale Partner an.

heute 14:13 Uhr | 2 mal gelesen

Manchmal reichen wenige Sätze, um das diplomatische Klima ganzer Regionen zu vergiften. In diesem Fall stützt sich alles auf einen Moment: Ghalibaf tritt vor Mikrofone, wirkt fast provokant gelassen, doch seine Botschaft ist es nicht. "Unsere Kräfte sind bereit – wir erwarten die Amerikaner", lässt er durchblicken. Das klingt martialisch, ist aber im Nahen Osten fast schon Alltagsrhetorik geworden. Interessant ist die Betonung, dass die Raketen startklar seien. Ob er wirklich glaubt, dass das Weiße Haus auf einen Frontalangriff setzt, bleibt offen. Der 15-Punkte-Plan, kürzlich durch Pakistan übermittelt, stößt in Teheran nur auf Spott – als sei er die Wunschliste eines Träumenden. Die Trump-Regierung, unter Druck und voller alter Rechnungen, versucht offenbar, mit politischen Manövern zu punkten, wo militärisch wenig ging. Vielleicht klingt es pathetisch, aber solange die Amerikaner im Iran Kapitulation riechen wollen, bleibt ihnen wohl nur die Kategorie "klare Kante" als Reaktion. Interessant dabei: Das Pentagon denkt laut Berichten schon länger über verschiedene Szenarien nach – aber was im Oval Office tatsächlich entschieden wird? Fraglich. Die Show läuft, die Karten sind gemischt – aber keiner weiß, wer wirklich sitzt und wer nur blufft.

Die jüngste Warnung des iranischen Parlamentspräsidenten Ghalibaf gegenüber den USA spiegelt nicht nur die zunehmend angespannte Stimmung zwischen Teheran und Washington wider, sondern signalisiert auch, wie fragil das strategische Gleichgewicht in der Region geblieben ist. Neuere Analysen betonen, dass hinter den Drohungen eine komplexe Gemengelage von Machtspielen, innenpolitischem Druck im Iran und Unsicherheiten über die zukünftige US-Politik steckt. Interessanterweise zeigen aktuelle Einschätzungen, dass sowohl die USA als auch der Iran aus kalkulierten Gründen die militärische Eskalation bislang vermieden haben – doch der Ton, insbesondere durch Parlamentsakteure wie Ghalibaf, wird härter. Zudem gehen Beobachter davon aus, dass nach dem Angriff auf eine US-Basis im Irak erneut Vergeltungsschläge befürchtet werden; der Vorfall hat die Möglichkeit einer direkten Konfrontation wieder auf die Agenda gesetzt. Auch innerhalb des Iran wächst offenbar der Druck auf das Regime, Stärke zu zeigen, während in den US-Medien erneut Diskussionen um die langfristige Militärpräsenz im Mittleren Osten aufflackern.

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