Katherina Reiche fordert zügige Reduzierung der Stromsteuer

Die Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) setzt sich nachdrücklich für eine rasche Senkung der Stromsteuer ein.

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Sobald es finanziellen Spielraum im Bundeshaushalt gebe, sollte die Stromsteuer gesenkt werden, erklärte Reiche gegenüber der 'Rheinischen Post'. Nach ihren Angaben hat der Bundesfinanzminister zugesichert, alle vorhandenen Möglichkeiten für eine Reduzierung zu prüfen – zugunsten aller Stromkund*innen. Außerdem verwies sie darauf, dass insbesondere die Fraktion der Union innerhalb der Regierungskoalition diese Maßnahme massiv unterstützt. Zur sogenannten 12-Uhr-Regel an Tankstellen – also die einmalige Preisfestsetzung pro Tag – äußerte sich Reiche ebenfalls zustimmend. Sie gebe den Verbraucher*innen mehr Orientierung an der Zapfsäule und sorge für mehr Planbarkeit. Auch der kürzlich eingeführte Tankrabatt zeige Wirkung: Laut Reiche habe die Mineralölindustrie die Preiserleichterung an die Kundschaft weitergegeben, was die steigenden Kosten zumindest etwas abfedere. Schritte der Regierung, um die Preisexplosionen bei Kraftstoffen abzudämpfen, hält sie für angebracht. Aber, so die Ministerin betonte deutlich: 'Es ist nicht Aufgabe der Bundesregierung, Urlauber-Flüge mit Steuergeld zu stützen.' Ob der Tankrabatt auch nach den Sommerferien fortgeführt wird, ließ Reiche offen. 'Eine Entscheidung dazu steht noch aus', erklärte sie. Ein wenig bleibt das Gefühl zurück, dass die endgültige Richtung erst nach weiteren politischen Verhandlungen gefunden wird.

Katherina Reiche (CDU) macht Druck auf eine schnelle Senkung der Stromsteuer, sofern sich im Haushalt entsprechende Spielräume eröffnen. Dabei erhält sie Rückendeckung sowohl vom Bundesfinanzminister – der alle Optionen prüfen will – als auch von ihrer eigenen Fraktion, insbesondere den Unionsparteien. Parallel verteidigt Reiche Preissenkungsmaßnahmen an Tankstellen, weist jedoch darauf hin, dass Subventionen für Urlaubsreisen nicht Aufgabe der Regierung seien. Aktuell wird in Deutschland zu den Auswirkungen der hohen Energiepreise heftig debattiert: Die Bundesregierung versucht, Haushalte zu entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen trotz Energiekrise zu erhalten. Die Forderung nach einer Stromsteuersenkung wird nicht nur von der Politik, sondern zunehmend auch von Wirtschaft und Sozialverbänden getragen. Experten kritisieren allerdings, dass mehrere Einzelmaßnahmen wie der Tankrabatt wenig gezielt seien und fordern stattdessen langfristige strukturelle Reformen im Energiesteuerrecht. Auch international geraten Deutschlands Steuern auf Energie immer wieder in die Kritik: Im Vergleich zu anderen EU-Staaten zahlen deutsche Verbraucher überdurchschnittlich hohe Abgaben auf Strom und Kraftstoffe. Während der Fiskus von den hohen Energiepreisen profitiert, wächst der Druck aus der Bevölkerung – viele fordern ein rasches Gegensteuern, um Energiearmut und Standortnachteile zu verhindern.

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